Historische Omnibusecke

#1 von Zwei , 22.07.2012 00:14

Fahrgastbeschwerden gibt es, seitdem es den ÖPNV gibt. Manchmal erfährt man aus diesen Beschwerden Details zur Organisation, die sonst in den Akten nicht zu finden sind. Aus einer Beschwerde vom 05.05.1897 des Herrn Karl Werber, Major a.D. aus der Urachstraße 40 kann man ableiten, dass das Personal der Pferdebusse vermutlich am Umsatz beteiligt war, so wie es heute noch im Taxigewerbe üblich ist. Herr Werber schrieb an Herrn Dr. Winterer, den Oberbürgermeister:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Gestatten Sie mir, Ihre Aufmerksamkeit auf einen Betrug hinzulenken, der in neuerer Zeit bei einem zwar nicht von der Stadt geleiteten, aber doch in sehr erheblichem Maße überhöhten Unternehmen eingerissen ist und dem ich vorige Woche selbst zum Opfer gefallen bin.
Ich ging von meiner Wohnung in die Waldseestraße und auf dieser nach der Sternwaldecke auf die Günterstalstraße, um nach Günterstal zu gehen. An der Einmündung der Waldseestraße in die Günterstalstraße angelangt, fuhr gerade der Tramwagen vorbei, so daß ich beschloß, in bis zur Restauration zum Schauinsland zu benutzen. Ich rief das Ziel dem Kutscher zu und bestieg den Wagen. Während der Fahrt reichte mir nun der Kutscher ein Billet zu 30 Pfg zur Bezahlung, ich gab ihm dasselbe zurück mit dem Bemerken, die Strecke von der Waldseestraße zur Restauration Schauinsland koste nur 20 Pfge. Darauf nahm er es wieder an sich und gab mir ein anderes zu 25 Pfge. Als ich auch dieses nicht annehmen wollte, sagte er, das sei der richtige Fahrpreis, den müsste ich bezahlen. Auf meine Einwendung, der Preis sei ja aufgedruckt, erwiderte er, das ginge ihn nichts an, er müsse das besser wissen. Ich bezahlte also 25 Pfge.
Der Kutscher des Herrn Jenne gehörenden Wagens heißt Jakob Schmidt, als Zeugen des ganzen Vorganges habe ich mir den Weinhändler Geismar, Rheinstr. 5 notiert.
Vorstehendes trug sich letzten Donnerstag den 29. April Nachmittag 2 1/4 Uhr zu. Sogleich am folgenden Tage setzte ich den nächsten Vorgesetzten des Kutschers, Herrn Jenne, von diesem Vorfalle in Kenntnis, bat ihn um Untersuchung der Sache und um gefällige Mitteilung darüber. Herr Jenne hat mir mit keiner Silbe darauf geantwortet, so dass ich Euer Hochwohlgeboren ergebenst bitte, in geeigneter Weise auf diesen Herrn einwirken zu wollen, damit dergleichen Manipulationen seitens seines Personals künftig unterbleiben.
Ich glaube, dass in dieser Weise der Unfug besser gesteuert wird, als wie sonst üblich durch Mitteilung an die Presse ihn an die große Glocke zu hängen.
Mit Ausdruck vorzüglichster Hochachtung
habe ich die Ehre zu sein
Euer Hochwohlgeboren ergebener
Werber Major a.D.


Herr Stadtrat Walterspiel nahm daraufhin mit Herrn Unternehmer Jenne Rücksprache. Herr Jenne stellte den betreffenden Kutscher zur Rede. Der Kutscher gab an, er sei der Meinung, der Herr Major sei nicht erst an der Waldseestraße, sondern bereits an der Maximilianstraße zugestiegen und deshalb habe er 25 Pfennige verlangt. Herr Jenne wies Herrn Walterspiel außerdem darauf hin, dass der Kutscher Schmidt einer seiner solidesten Bediensteten sei. Herr Jenne selbst habe dem Herrn Werber nicht auf dessen Beschwerde geantwortet, da es ihm wegen allzu großem Geschäftsandrangs nicht möglich gewesen sei. Er versprach aber, dafür zu sorgen, dass eine derartige Klage nicht mehr vorkomme.

Der Stadtrat sandte den Bericht des Herrn Walterspiel über die Antwort des Herrn Jenne nun zur Ansicht an Herrn Werber. Dieser antwortete, daß die Antwort des Kutschers eine „absolute Unwahrheit“ sei. Weiter: „Wenn ich nach Günterstal gehe, sei es zu Fuß oder mit dem Tram, gehe ich – meine Wohnung liegt gegenüber dem Wiehre Bahnhof – stets, entweder durch die Turnseestraße (dieser südliche Teil der Turnseestraße heißt heute Fürstenbergstraße) oder auf dem Allmendwege beim Krems'schen Zementlager vorbei auf die Waldseestraße und bei der Sternwaldecke auf die Günterstalstraße, wodurch ich fast die ganze Strecke von der Lorettostraße bis zur Waldseestraße und wenn ich den Tram benutze, den entsprechenden Fahrpreis erspare. So war es auch, wie ich ausdrücklich betone, im vorliegenden Falle, der Kutscher hat auch meiner bezüglichen Angabe im Wagen durchaus nicht widersprochen, sondern behauptet der Fahrpreis betrage von der Waldseestraße aus 25 Pfge.

Einer der beiden hat also nicht die Wahrheit gesagt. Der Kutscher hatte offensichtlich ein Interesse daran, einen möglichst teueren Fahrschein zu verkaufen.

 
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RE: Historische Omnibusecke

#2 von Zwei , 22.07.2012 17:23

Kurz nachdem die Firma Jenne auch die Linie Bahnhof - Schwarzwaldstraße übernommen hatte, erging an den Stadtrat die folgende offizielle Beschwerde durch Karl Becht, den Ober-Betriebs-Inspektor des Hauptbahnhofs:

"Bei der An- und Abfahrt der seit einiger Zeit von und nach dem Bahnhof verkehrenden Tramwagen sowie auch während des Stillstands dieser Wagen vor dem Stationsgebäude werden fast fortgesetzt Glockenzeichen gegeben, deren Zweck nicht einzusehen ist.
Es wird wohl kaum einer näheren Ausführung bedürfen, daß dieses offenbar lediglich der Reclame dienende unausgesetzte Läuten in unmittelbarer Nähe meines Arbeitszimmers, wie auch der Bureaux der übrigen Beamten, überaus lästig ist und uns in den schwierigen, verantwortungsvollen betriebsdienstlichen Arbeiten aufs Empfindlichste stört.
Ich bitte daher freundlich auf den Unternehmer geneigtest einwirken zu wollen, daß gedachte Signale auf das Nothwendigste beschränkt werden.
Becht
"

Der Stadtrat verfügte daraufhin, dass die Glockensignale auf das Notwendigste zu beschränken seien. Herr Verwalter Gustav Heizmann von der Städtischen Abfuhrverwaltung, dem die Kontrolle des städtischen Omnibusverkehrs übertragen worden war, wies Herrn Adolf Jenne an, ab sofort lediglich ein kurzes Glockenzeichen vor der Abfahrt geben zu lassen.

 
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RE: Historische Omnibusecke

#3 von Zwei , 02.08.2012 21:57

Ein Busunternehmer hat sich bei der Stadt Freiburg beklagt. Er bat, beim Landratsamt dafür zu sorgen, dass er zukünftig auch Fahrer ohne Führerschein beschäftigen dürfe. Das Problem sei nämlich, dass als Fahrer mit Führerschein nur untaugliche junge Leute zu finden seien, während die älteren, erfahreneren und vertrauteren Chauffeure keinen Führerschein bekommen, weil sie zu viel Punkte in der Flensburger Kartei oder zu viel Vorstrafeneinträge im polizeilichen Führungszeugnis haben. Und wenn die älteren einen Führerschein haben, dann kündigen sie meistens fristlos nach ihrem ersten saftigen Bußgeldbescheid. Und dem Unternehmer bleibt garnichts anderes übrig, als Aushilfen ohne Führerschein fahren zu lassen.

Nicht wahr?

Doch.

Allerdings ist es schon ein paar Jahre her. Der Unternehmer hieß Amann. Das Landratsamt hieß noch Großherzogliches Bezirksamt und Freiburg war noch nicht kreisfreie Stadt. Ein Führerschein wurde damals noch Fahrschein genannt, während unsere heutigen Fahrscheine früher Fahrzettel oder Billet hießen. Eine Flensburger Kartei gab es damals noch nicht, aber die Polizei und die Gerichte führten auch damals schon fleißig ihre Akten.

Amann schrieb am 05.03.1894 an den Freiburger Stadtrat:

An den titl. Stadtrath hier, stellt der Unterfertigte die gehorsamste Bitte, daß verehrlicher Stadtrath beim Großhzgl. Bezirksamt - Polizeiverwaltung - dahin wirken möge, daß die Kutscher meiner Tramwagenunternehmung, welche ja mit dem Publikum in keine Berührung kommen, von der Verpflichtung im Besitze eines polizeilichen Fahrscheines zu sein, entbunden werden mögen, wie dies bei ähnlichen Instituten, wie Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim etc. etc. auch der Fall ist.
Der Ganze Geschäftsgang ist mir durch diese bezirkspolizeiliche Vorschrift gehemmt und ist es der Unternehmung fast unmöglich lauter Kutscher aufzutreiben, welche der Polizeiverwaltung genehm erscheinen.
Junge Burschen taugen in der Regel zur Tramwagenführung nicht, und ältere, erfahrene, vertraute Kutscher bekommen, in der Regel wegen irgend einem andern Leichtsinn, oder einem andern Vorkommnis, keinen Fahrschein, so daß ich genöthigt bin ständigen Personalwechsel zu haben, was der Unternehmung in keiner Hinsicht zuträglich ist.
Täglich mehrende polizeiliche Anzeigen und Strafverfügungen entleiden dem in Rede stehenden Kutscher den Dienst und reisen dieselben, nach Empfang von Strafzettel, in der Regel, ohne jede Kündigungsfrist einzuhalten, wieder ab, so daß der Unternehmer, um die Kurszeiten einzuhalten, sich zum öftern genöthigt sieht einen oder den andern Kutscher zur Aushülfe zu verwenden, welchem ein polizeilicher Fahrschein versagt wurde.


Der Stadtrat lehnte das Gesuch des Amann übrigens ab.

 
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RE: Historische Omnibusecke

#4 von Zwei , 04.08.2012 12:52

Das Schreiben von Amann an den Stadtrat ging noch weiter. Ich möchte den zweiten Teil nicht vorenthalten:
"Ebenso verlangt z.Zt. die hiesige Schutzmannschaft, daß die Tramwagen-Kutscher dunkle Tuchmützen, welche mit breiten Silberborden versehen sein sollen, zu tragen haben, welcher Wunsch bei solch starkem Personalwechsel ebenfalls nicht durchführbar ist, bezw. so genau eingehalten werden kann, denn kaum hat der Unternehmer dem betreffenden Kutscher eine neue Mütze beschaffen lassen, so darf Letzterer nicht mehr fahren und reist wieder ab.
Ferner besteht die Verordnung, daß die Kutscher stets rechts an den Brunnen auf der Kaiserstraße vorüberfahren müssen, doch wird diese Verordnung von keinem der Droschkenführer eingehalten und nur von den Tram Kutscher wird die Aufrechterhaltung der polizeilichen Verordnung verlangt diese Fahrtrichtungen pünktlich auszuführen, wahrscheinlich nur weil die breiter gebauten, großen Tramwagen, die Stadt aufwärts am Alberts- und Münsterbrunnen, der zu engen Passage wegen, kaum unbeschadet durchkommen können.
In letzterer Zeit postiren sich sogar Schutzmannschaften nach Schluß des Theaters vor die Tramwagen, so daß solche nicht abfahren können bevor alle anderen Wagen und Chaisen weggefahren sind, was mit dem Publikum und zwar selbst mit höheren Persönlichkeiten schon zu mancher mißliebigen Erörterung Anlaß gegeben hat; einige Herren sogar die Tramwagen deshalb nicht mehr benutzen wollen. Sollte hierin nicht Abhülfe geschaffen werden, so müßte ich die Theaterfahrten ganz einstellen lassen.
Es ist ja selbstverständlich, daß man so lange hält bis die Hofwagen vor- und abgefahren sind, daß die Tramwagen jedoch zu warten haben bis sämmtliche anderen Wagen vor- und abgefahren sind, ist doch zu viel verlangt, denn ich hoffe, daß meinem Unternehmen, doch mindestens das gleiche Recht wie jedem andern Drosckenführer eingeräumt werde.
Indem ich verehrlichen Stadtrat bitte hierwegen bei Großherzogl. Bezirksamt vorstellig zu werden und für mein Institut in eben angeführten Punkten einzustehen verharrt als
Gehorsamster
Joseph Amann
"

 
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RE: Historische Omnibusecke

#5 von Joachim , 04.08.2012 13:55

Wie erwähnt, hat es der Stadtrat abgelehnt, beim Bezirksamt um "Abhülfe" zu bitten. Am 13.03.1894 schrieb der Stadtrat an Amann:
"Auf Ihre Eingabe vom 5. d.M. benachrichtigen wir Sie hiermit, daß wir nicht in der Lage sind, eine Änderung der Ihrerseits aufgeführten polizeilichen Anordnungen zu beantragen.
Die in Rede stehenden Maßnahmen stützen sich auf amtliche Vorschriften, und Gründe der öffentlichen Ordnung, und erscheint es nicht angängig dem Tramwagenunternehmen gegenüber eine Ausnahme von diesen Bestimmungen eintreten zu lassen.
"

 
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RE: Historische Omnibusecke

#6 von Zwei , 11.08.2012 14:37

Am 04.07.1895 schrieben mehrere Bewohner der Güntersthalstraße eine Beschwerde an den Stadtrat betreffend Gesuch um Verlegung des jetzigen Standorts vom Tramwagen; Bitte um Errichtung einer Bedürfnißanstalt an der Urachstraße:
"Wie hochlöbl. Stadtrath bekannt, befindet sich der Tramwagensverkehr an der Ecke der Urach- und Lorettostraße bez. dessen Wechsel dort statt. - Durch den fortgesetzten Aufenthalt der Pferde, und durch dass stellen derselben, sind die nächsten Anwohner dieses Platzes durch den üblen Geruch genötigt, hochlöbl. Stadtrath die Bitte vorzubringen, um gefl. baldige Abhilfe dieses Übelstandes Sorge tragen zu wollen.
Wenn die Unterzeichneten sich erlauben, dem verehrl. Stadtrath einen Vorschlag in vorliegender Sache zu unterbreiten, so gienge derselbe dahin, daß der Wechsel und Standort des Tramwagens nach rechts der Urach- und Güntersthalstraße, also zwischen der Stelle Urachstraße und Eisenbahn verlegt werden soll.
Ferner erlauben wir uns auf einen weiteren Übelstand hinzuweisen, welcher die Bewohner von schon erwähnten Straßen, ebenso vorbeigehende Spaziergänger, sehr unanständig & lästig fällt. Die Bediensteten von den Tramwagen verrichten ihre Bedürfnisse gewöhnlich in den Anlagen der Urachstraße, zwischen den angepflanzten Gesträucher. Diesen Leuten ist kein Ort erstellt, wo sie ihre Bedürfnisse verrichten können. Wenn wir auch für diesen Fall, den verehrl. Stadtrath bitten, eine Bedürfnisanstalt an der Urachstr. rechts errichten zu lassen, sonst es ganz anheim stellen, wie der Sache abgeholfen werden kann, so bitten wir um recht baldige Erfüllung unserer Bitte.
Mit aller Hochachtung
M. Manger-Kramer, Güntersthalstr. 54
Scheer Oberstlieutenant a.D.
A. R. Hinde Güntersthalstrasse 57
Dr. Siedle Wittwe
Xaver Künzler
"

Eine Woche später, am 11.07.1895 erschien Herr Scheer persönlich beim Oberbürgermeister Dr. Winterer und erneuerte das Gesuch. Der Protokollführer notierte:
"Beim Oberbürgermeister erscheint heute Oberlieutenant a.D. Scheer, wohnhaft an der Güntersthalstraße.
Derselbe - ein großer Freund der Stadt Freiburg – beschwert sich über den durch die Tramwagenhaltestelle an der Lorettostraße entstehenden für die Nachbarschaft unerträglichen Gestank und darüber, daß das Amann'sche Fahrpersonal die Straße zum Pissen benützt. - Der Erschienene bittet dringend um Abhilfe.
"

Am 17.07.1895 fasste der Stadtrat Beschluss und ließ Herrn Manger-Kramer mitteilen:
"Auf Ihre gefällige Zuschrift vom 4. d.M. benachrichtigen wir Sie hiermit, daß wir nicht in der Lage sind dem dortigen Antrage bezüglich der Verlegung der Tramwagenhaltestelle an der Güntersthalstraße und der Errichtung einer Bedürfnißanstalt an der Urachstraße zu entsprechen.
Durch diese Maßnahme würden die beklagten Mißstände nur transferirt und zum Theil wieder neue Übelstände geschaffen werden.
Dagegen haben wir zur Ermöglichung einer besonderen Reinhaltung der bestehenden Halteplätze die Pflasterung der letzteren und deren Verbindung mit der Kanalisation angeordnet.
Was die Verunreinigung der Anlagen in der Nähe der Haltestellen durch das Amann'sche Fahrpersonal anlangt, so haben wir hierwegen unter Einem an das Gr. Bezirksamt wegen Ausübung einer scharfen polizeilichen Controle Bericht erstattet.
"

Ob sich die Bediensteten seither in die Hose machen mussten oder ob sie sich andererweitig helfen könnten, ist den Akten nicht zu entnehmen.

 
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RE: Historische Omnibusecke

#7 von Zwei , 18.08.2012 18:55

Die Anwohner der Günterstalstraße 54 und Umgebung gaben sich mit der Antwort des Stadtrats nicht zufrieden. Am 19.07.1895 marschierte Herr Scheer zum Wohnhaus des Stadtrats Herr Mühlberger, ebenfalls an der Günterstalstraße, wo er allerdings nicht freudig aufgenommen worden sein dürfte. Herr Scheer schrieb nämlich darauf hin an Stadtrat Mühlberger:
"Es thut mir leid Euer Hochwohlgeboren heute Morgen gestört zu haben, es geschah aber selbstverständlich absichtslos. Ich wollte meine Bitte von neulich wiederholen, da seit dem Moment wo ich die Ehre hatte von Euer Hochwohlgeboren empfangen zu werden bis jetzt in der betreffenden Angelegenheit kein Besenstrich und kein Eimer Wasser zur Beseitigung des penetranten Pferdehaufengeruchs verwendet worden ist. Die tägliche Straßenreinigung ausgenommen. Der Geruch zieht in alle nach der Seite gelegenen Zimmer macht den Aufenthalt auf der Veranda unmöglich, verliert also die Wohnung gründlich. Und doch wäre mit wenig Mühe um Reinlichkeit von Seite der Tramwagenbesitzer die gänzliche Angelegenheit in der Hauptsache gehoben, womöglich auch das fortwährende Anspannen der Wagen von Leuten die grade nicht wählerisch in ihren Ausdrücken sind und manchmal im unglaublichen Anzug erscheinen auch nicht zu den Annehmlichkeiten der Umwohnenden beiträgt.
Mit der Bitte eine geneigte Abstellung dieser Übelstände gütigst zu veranlassen zeichnet mit vorzüglicher Hochachtung
Euer Hochwohlgeboren
ergebenster
Scheer
Oberstlieutenant a.D.
"

Immerhin wurden nun aber die Endhaltestellen an der Lorettostraße und vor der Zähringer-Drogerie (heute: Habsburgerstraße) gepflastert, wodurch die Pferde beim Warten keine Löcher mehr in die Fahrbahn scharren konnten und wo die Ausscheidungen der Pferde in die vor wenigen Jahren gebaute unterirdische Kanalisation gespült werden konnten.

Den Kutschern (Fahrern) und Conducteuren (Schaffnern) war es natürlich von der Stadt bei polizeilicher Kontrolle und unter strenger Strafandrohung verboten, auf der Straße oder zwischen den Gesträuchern bei der Urachstraße ihre Bedürfnisse zu verrichten.

 
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RE: Historische Omnibusecke

#8 von Zwei , 18.08.2012 19:57

Das Personal der städtischen Omnibusse hatte damals einen 14-Stundentag. Um die Mittagszeit gab es eine Pause. Während dieser Pausen wurde Aushilfspersonal eingesetzt.

Jeder Beschäftigte hatte als "Urlaubsanspruch" einen freien Tag pro Monat plus einen freien Sonntag-Vormittag. Die beiden Freizeiten sollten idealerweise etwa 14 Tage auseinander liegen, damit nicht zu lang ohne Freizeit gearbeitet werden musste.

 
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RE: Historische Omnibusecke

#9 von Zwei , 19.08.2012 00:49

Das Freiburger Stadtarchiv weiß leider nicht alles.

Hat jemand Fotografien von der Lorettostraße (zwischen Günterstalstraße und Goethestraße), Turnseestraße (zwischen Schillerstraße und Talstraße), und Uhlandstraße?

So früh wie möglich bis circa 1970, als in der Uhlandstraße der städtische Bauhof verschwand und durch das Haus der Jugend ersetzt wurde?

Es handelt sich bei allen genannten Straßen um ÖPNV-mäßig höchst interessantes Terrain. Wer was hat oder Tips geben kann, bitte melden!!

 
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RE: Historische Omnibusecke

#10 von Zwei , 23.08.2012 20:47

Kürzlich ging es hier um die Endhaltestelle der Omnibuslinie I (Lorettostraße – Rennweg) bei der Lorettostraße. Die Haltestelle hatte nicht wirklich einen festen Namen. Mal wurde von Güntersthalerstraße gesprochen, mal von Lorettostraße, mal von Ecke Loretto- und Urachstraße, mal von Höllenthalbahnübergang. Immer war das gleiche gemeint. Der Pferdeapfelgeruch und mehr wehte angeblich den Anwohnern um die Nase, besonders den Villenbewohnern der Günterstalstraße 54, wo sich heute im Erdgeschoss der Eingang zu einer Bäckerei und zu einem Lebensmittelladen befindet.

Die andere Endhaltestelle der Linie I befand sich vor dem Haus Zähringer Straße 54 (heute: Habsburgerstraße 60), das heißt genau vor dem Haus des Kaufmanns Künstle (später: Zähringer-Drogerie). Das Haus existierte bis vor wenigen Jahren; die meisten erinnern sich. Diese Endhaltestelle wurde mal als Zähringerstraße bezeichnet, mal als Hauptstraße, mal als Unterrennweg, mal als Rennweg, mal als Stadt-Wien. Jeder wusste, was gemeint war.

An den Wochentagen, an denen auf dem Freiburger Münsterplatz Markt war, kamen besonders viele Wagen aus dem Norden in die Stadt, sei es aus Zähringen, aus Gundelfingen oder von wo auch immer. Es wurden Waren auf den Markt gefahren, aber auch dieses und jenes eingekauft. An solchen Tagen hielt auch vor dem Haus des Herrn Künstle mancher Wagen. Wenn diese Wagen parkten, dann aber der Pferdeomnibus den Platz beanspruchte, der Kutscher (Busfahrer) also die Parksünder beschimpfte, ärgerte sich Herr Künstle. Am 19.08.1899 beschwerte er sich bei der Stadt:

Es ist schon des öftern und so auch wieder heute vorgekommen, daß Leute vom Lande mit ihren Fuhrwerken vor meinem Geschäftslockale anhalten um bei mir Einkäufe zu machen u. die erkauften Waren sofort auf ihre Fuhrwerke verladen u. damit abfahren.-
Nun erlauben sich die Tramwagenkutscher nicht selten, solche Fuhrwerke von meinem Hause wegzuweisen und mir dadurch Geschäftsverluste zuzufügen, die ich zu erdulden, nicht verpflichtet zu sein glaube.
Weit entfernt davon, dem Verkehr in hiesiger Stadt Hindernisse bieten zu wollen, muß ich offen sagen, daß die richtige Haltestelle unterhalb der Hauptstraße wäre; denn wie Mancher hat sich schon die Hauptstraße herunter bemüht, den Tramwagen zu erreichen, u. zur Zähringerstraße gekommen, konnte er erst sehen, daß der Wagen schon abgegangen ist.
Hauptsächlich aber an Wochenmarkttagen, wo doch an der äußeren Zähringerstraße immer noch reger Verkehr ist, dürfte es sich empfehlen, daß die Tramwagen unterhalb der Hauptstraße umwenden u. anhalten.
Ich gebe mich der zuversichtlichen Hoffnung hin, daß Verehrl. Stadtrath die Sache prüfen, & einen Wandel zum Besseren eintreten lassen werde & zeichne hochachtungsvollst
Ergebenst
J. G. Künstle

 
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RE: Historische Omnibusecke

#11 von Florian , 24.08.2012 17:17

Ist eigentlich bekannt, was sich vor 1901 auf dem Gelände des heutigen Betriebshofes Süd / Urachstraße befand?
War dort das damalige Pferdetramdepot beheimatet?

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RE: Historische Omnibusecke

#12 von Zwei , 25.08.2012 14:28

Herr Heizmann, der Verwalter der Städtischen Abfuhrverwaltung, wurde beauftragt, die Angelegenheit zu prüfen.

Er stellte fest, dass sich die Haltestelle tatsächlich genau vor dem Geschäft des Herrn Künstle befand und hemmend und störend auf den Geschäftsbetrieb einwirkte. Außerdem war sie wirklich nicht zu sehen, wenn man die Hauptstraße herunter lief. Herr Heizmann schlug deshalb vor, die Haltestelle um etwa 25 Meter nordwärts zu verlegen, und zwar, genau gegenüber der Hauptstraße, zwischen das Haus des Herrn Schwehr und das Restaurant „Stadt Wien“. Hier würde die Haltestelle nicht stören, da dort kein Haus stand. Außerdem konnte von dort aus der Kutscher sehen, ob noch ein Herdermer die Hauptstraße heruntergelaufen kommt.

Es müsste hierfür die Haltestellenpflasterung (circa 5 Meter Länge, 4 Meter Breite) um 25 Meter nordwärts verlegt werden.

Der Stadtrat fand, dass Herr Künstle eventuell auch einen Vorteil daraus erzielte, dass die Haltestelle vor seinem Laden war und lehnte eine Änderung ab.

 
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RE: Historische Omnibusecke

#13 von Zwei , 25.08.2012 15:26

Zitat von Florian
Ist eigentlich bekannt, was sich vor 1901 auf dem Gelände des heutigen Betriebshofes Süd / Urachstraße befand?
War dort das damalige Pferdetramdepot beheimatet?



Hallo Florian,

in den Plänen vor 1900 sind dort mehrere lange Felder (also Landwirtschaft) eingezeichnet, die fast bis zur Konradstraße (dieser Teil der Konradstraße heißt heute Erwinstraße) gingen. Auf dem linkesten (westlichsten) dieser länglichen Felder befand sich ungefähr in der Mitte ein L-förmiges kleineres Gebäude. Wenn man von der Urach- nach rechts in die Günterstal- einbiegt, kommt nach den alten Plänen rechts zunächst ein symetrisches Haus (Doppelhaus?), dann eine Einfahrt, dann wieder ein symetrisches Haus (Doppelhaus?), und wieder eine Einfahrt. Diese Einfahrt führt direkt auf das erwähnte L-förmige Gebäude auf dem linkesten Feld an der Urachstraße. Die Stadt hat demnach das Depot der neuen "electrischen" Straßenbahn auf den (fast) leeren Acker gebaut. Da wo das alte VAG-Bürogebäude ist (Ecke Urach- und Günterstal-) ist aber schon vor 1900 etwas eingezeichnet. Und zwar das bereits erwähnte erste symetrische Haus und rechts davon etwas längliches.

In der Zeit der Pferdeomnibusse vorher sollte man immer trennen:
a) die Zeit 1891-1896 unter Joseph Amann
b) die Zeit 1896-1901 unter Adolf Jenne.

Amann wohnte in einem Bauernhäuschen auf der linken Seite der Lorettostraße, ungefähr gegenüber vom Grünen Baum. Rechts vom Grünen Baum befand sich ein ziemlich großer Schuppen, den Amann angemietet hatte und wo er seine Wagen unterbrachte. Daneben war auch ein Platz zum Waschen der Wagen (im Sommer) sowie eine alte Schmiede. Wo die Pferde des Amann standen (es waren zeitweise bis zu 50), ist den Akten nicht zu entnehmen. Also entweder links der Lorettostraße beim Wohnhaus oder rechts der Lorettostraße beim Wagenschuppen.

Jenne wohnte in der Turnsee- 5. Hinter dem Haus hatte er eine große Remise (heute Büros der staatlichen Rechnungsprüfung) für seine Wagen, mehrere Pferdeställe und eine große Reithalle (die lange Zeit auch als Universitäts-Reitbahn fungierte). Wo früher die Reithalle war, ist heute eine Tiefgarage, Einfahrt zu dieser ist jetzt allerdings von der Talstraße.

Die Pferde für die Tramwagen waren mit den Reitpferden in den Ställen hinter dem Haus Turnsee- 5 untergebracht. Für die Linie Freiburg - Günterstal benutzte Jenne eigene Stellwagen, die in der erwähnten Remise in der Turnseestraße untergebracht waren. Dort standen auch die Wagen, die Jenne nebst Pferden zum Ausfahren vermietete. Für die städtischen zehn Basler-Wagen und den ehemaligen Amann-Wagen wurde von der Stadt mit Amann ein Untermietvertrag abgeschlossen. Es gab nämlich in Freiburg außer dem Amann'schen Schuppen an der Lorettostraße keine weitere ausreichend große Wagenhalle. Ein Jahr später, also 1897, kaufte Amann den Schuppen und das dazugehörige Gelände und erhöhte den Mietzins.

Um die Jahrhundertwende wurde in der Wiehre wie wild gebaut. Die Zufahrt zum Schuppen wurde durch Neubauten eng, überall stand Baumaterial herum, die Zufahrt war sogar nur noch durch die Kirchstraße möglich, Amann versuchte das Grundstück gewinnbringend zu verkaufen, er schaffte den Wachhund ab, ständig schliefen seither nachts in den Tramwagen irgendwelche Bauarbeiter von den vielen Neubauten in der Nähe und ruinierten das Wageninnere, dann, wenige Monate vor Fertigstellung der Elektrischen kündigte Amann den Schuppen.

Die Stadt ließ aus gebrauchten Rundpfählen einen offenen, mit Teerpappe gedeckten, Schuppen an der östlichen Seite der Uhlandstraße bauen. Dort befand sich damals das städtische Bauhofgelände, heute das Haus der Jugend. Hier standen die städtischen Tramwagen also 1901 bis zur Eröffnung der Straßenbahn.

Nach Eröffnung der Straßenbahn bis zum Verkauf wurden die Wagen in einem gesicherten Schuppen der Abfuhrverwaltung untergebracht. Ich weiß nicht, wo der war, vermute aber hinter der Abfuhr, Lehener Straße 100, in der Nähe vom jetzigen DRK-Kreisverband (Dunantstraße).

 
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RE: Historische Omnibusecke

#14 von Wagen 19 , 26.08.2012 01:45

Betrifft den letzten Absatz: auf dem städtischen Gelände an der Elsässer Straße, zwischen der Bebauung der Nrn. 2 ff und dem heutigen Hotel Stadt Freiburg an der Breisacher Straße, noch konkreter: auf dem rückwärtigen Hotel-Parkplatz, befinden sich Remisen, also Wagenhallen, welche heute von der Stadt genutzt werden. Ich hatte vor Jahren mal ein Gespräch mit dem dortigen Hausmeister, dieser erklärte, dass dort ursprünglich Pferde untergestellt wurden. Man sieht es den Gebäuden auch an, dass sie einige Jahre vor 1900 errichtet wurden. Vielleicht handelt es sich um das gesuchte Areal, zumal in relativer Nähe zur Dunantstraße gelegen...

Kompliment im übrigen für den interessanten Threat. - Existieren eigentlich Texte/Fotos zum legendären Unfall am straßengleichen BÜ an der Günterstalstraße zwischen einem Zug der Höllentalbahn und einem Triebwagen der Straßenbahn anfangs der 1930-er Jahre?

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RE: Historische Omnibusecke

#15 von Zwei , 26.08.2012 10:01

Hallo Wagen 19,

es freut mich, dass auch Dich das Thema Pferdeomnibusse interessiert.

Mit der Lehener Straße 100 hatte ich mich offenbar etwas ungeschickt ausgedrückt.

Die Stadt Freiburg hatte und hat die Angewohnheit, alleinstehenden Gebäuden an langen Straßen die Nummer 100 oder 99 zu geben. So befindet sich heute an der Besanconallee so gut wie nichts außer die Nummer 99, wo eine ÖPNV-Firma beheimatet ist. Früher befand sich weit draußen an der Landstraße nach Lehen die Abfuhranstalt, der die Adresse Lehener Straße 100 zugeteilt wurde. Vermutlich hier auf dem Gelände der Abfuhr standen die elf städtischen Tramwagen in der Zeit von September 1901 bis März 1904, bis also der letzte Wagen verkauft war.

Die Zugpferde der Busse waren hier nie untergebracht. Diese gehörten Jenne und waren in der Turnseestraße 5 untergestellt und wurden später auch von dort verkauft, soweit sie überhaupt die im Sommer 1901 in den Ställen des Jenne ausgebrochene Seuche „Rotzkrankheit“ überlebt hatten.

Das was Du angeführt hast, war eher die zwischen den Weltkriegen ebenfalls „jwd“ (janz weit draußen) an der Hugstetter Straße 100 (heute: Elsässer Straße 2), also bei der Artilleriekaserne, erbaute (oder übernommene?) Universitäts-Reithalle, die erst letztes oder vorletztes Jahr abgerissen wurde (man sah sie immer schön von der Berliner Allee aus). Dort standen tatsächlich Pferde, die aber mit den Freiburger Pferdeomnibussen nicht wirklich zu tun hatten. Nur um mehrere Ecken. Und zwar:

Ich hole nun wegen der Universitäts-Reitbahnen sehr sehr weit aus.

Die Löwenstraße ging früher durch bis ungefähr zur Sedan-. Heute kommt man noch zu Fuß durch zwischen KG1 und KG2. Dann gab es die Peterstraße. Diese ging vom Anfang der Niemens- (bei der Bertold-) ab und bis zur Löwen-. Das noch existierende Haus „Peterhof“ stand links der Peterstraße. Rechts der Peter- waren mehrere Häuser, darunter der Zapfenhof. Heute ist das alles weg und dort steht nun das KG2. Der Zapfenhof hatte wie der Peterhof unten einen Stall, darüber war eine Wohnung. Neben dem Zapfenhof war eine Halle, in der sich eine Reitbahn befand: die Universitäts-Reitbahn. Wer etwas war oder etwas werden wollte, lernte hier beim Universitäts-Reitlehrer das Reiten.

In den 1880er Jahren kam Adolf Jenne mit prall gefüllter Geldbörse nach Freiburg, baute die Häuser Turnsee- 3, 5, 7 und 9 sowie hinter seinem Wohnhaus 5 eine große Wagenremise (Haus und Remise existieren noch als Büros), sowie Pferdeställe und eine große Reithalle. Die Universität hatte Interesse an der neuen großen Reithalle. Die Halle an der Peter- und die Halle an der Turnsee- trugen fortan gemeinsam die Bezeichnung „Universitäts-Reitbahn“. Der Universitäts-Reitlehrer unterrichtete seither vorzugsweise an der Turnsee- die Studenten im Reiten.

Im ersten Weltkrieg wurden fast alle Rösser zum Militär eingezogen und das Reitwesen in Freiburg starb fast aus.

Nach dem ersten Weltkrieg hatte die Uni neben der Artilleriekaserne, also bei der Hugstetter 100 (heute Elsässer 2), eine Reithalle, die man bis vor einiger Zeit vom 10er Bus aus immer gut betrachten konnte (kurz nach der Haltestelle Schillhof rechts Fahrtrichtung Paduaallee). Zu der Reithalle gehörten natürlich Pferdeställe.

Außerdem hatte zu jener Zeit auch das Militär jede Menge Pferde. Wenn die Pferdeställe hinter dem Hotel schon vor 1900 erbaut wurden, dann wurden sie (zumindest zunächst) für das Militär gebaut. Die Uni baute (oder mietete? oder kaufte?) die Halle ja erst nach 1918.

Vielleicht habe ich mich heute etwas weniger mißverständlich ausgedrückt als gestern

Wegen Fotos zum Eisenbahnunglück an der Günterstal- frage ich in der nächsten Woche nach und melde mich hier wieder. Momentan hat das Stadtarchiv übrigens Bilder vom Eisenbahnunglück im Mooswald ausgestellt. Die hängen in einem der beiden Glaskästen in der Grünwälder-, schräg gegenüber vom Harmonie-Kino.

 
Zwei
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