Heinrich-von-Stephan-Straße

#1 von vahansen , 16.01.2011 20:37

Warum wird eigentlich dort kein Anschluss gewährleistet? Ich meine, wenn man aus dem Rieselfeld kommt und ins Vauban will, oder anders rum. Heute z.B. ist die 3 Richtung Stadtmitte an die Haltestelle rein gefahren, als die 5 weg fuhr... Pech, 15 Minuten warten... Und eigentlich könnte man die Straßenbahnen aus Vauban und Rieselfeld nur 1/2 oder 1 Minute früher warten lassen, dann müssten die stadtauswärts fahrenden Straßenbahnen normalerweise gar nicht warten müssen, sondern sie wären einfach zuerst da und man könnte umsteigen...

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RE: Heinrich-von-Stephan-Straße

#2 von Lessmann_Daniel , 29.09.2011 23:58

[Vorab: War schon länger nicht mehr hier im Forum und habe dieses Thema erst jetzt bemerkt]

Ich hatte das früher schon mehrmals im Fahrgastbeirat angesprochen, da mich das selber ärgert. Leider läßt sich da nichts machen. Die Anschlüsse können nicht überall gleichzeitig optimiert werden - insbesondere nicht im Anschlußverkehr (d.h. abends, frühmorgens sowie an Sonn- und Feiertagen).

Und ob es den Fahrgästen in der Bahn verständlich zu machen wäre, wenn an der Heinrich-von-Stephan-Straße eine Minute lang gewartet würde? Dann müßte zumindest auf der Linie 3 ein weiteres Fahrzeug verkehren, und das kostet mehr Geld.

Das Geld wiederum ist eine politische Frage, denn letztendlich entscheidet der Gemeinderat darüber, wieviel sich die Stadt den ÖPNV kosten läßt - einerseits in Form von Zuschüssen zur RegioKarte (wenn ich das richtig verstanden habe...), andererseits durch das Defizit der VAG, die bekanntlich eine 100%ige Tochter der Stadtwerke ist, die ihrerseits zu 100% der Stadt gehört.

[Nachträgliche Korrektur]
Habe gerade gesehen, daß die BZ am 10.03.2011 folgende Erläuterung gegeben hat: "Anteile am Verkehrsbetrieb halten die Stadt Freiburg (0,13 Prozent) und die Stadtwerke GmbH (99,87 Prozent), die wiederum komplett der Stadt Freiburg gehört."
[Korrektur Ende]

Doch auch wenn die Politik der VAG einen größeren finanziellen Spielraum ließe, müßte die Frage gestellt werden (oder zumindest erlaubt sein), ob dieses nicht an anderer Stelle mehr Nutzen bringen könnte als wenn dafür auch abends und Sonntags fast ständig ein Fahrer samt Fahrzeug an der Innsbrucker Straße herumstünde und Zwangspause machen müßte, damit an der Heinrich-von-Stephan-Straße alle Fahrgäste eine Minute warten und sich drüber ärgern dürften, daß es nicht weiterginge.

Doch dann stellt sich die nächste Frage: Kann der abgestimmte Anschluß an der Haltestelle Am Lindenwäldle dann noch funktionieren? Oder muß dann stadtauswärts die 3 auf die dann später eintreffende 5 warten bzw. stadteinwärts eine Minute früher an der Munzinger Straße abfahren? Aber dann müßte man die Busfahrpläne anpassen! Ginge das?

Wie man sieht, hängt im VAG-Netz alles zusammen. Fummelt man an einer Stelle herum, wirkt sich das auf andere Anschlüsse aus.

Gut, man kann gerne drüber diskutieren. Wie gesagt, ich ärgere mich selber drüber, wenn ich gelegentlich mal von Vauban nach Haslach, Weingarten oder ins Rieselfeld und zurück fahren will. Aber ich sehe eben nicht die Möglichkeit, an diesem ärgerlichen Mißstand etwas zu ändern, ohne daß es dann woanders klemmt und obendrein hohe Kosten entstehen.

Es kann natürlich sein, daß man das in zehn oder zwanzig Jahren ganz anders sehen wird. Wenn eines Tages der ÖPNV höchste Priorität haben wird, Kosten keine Rolle mehr spielen und innerhalb des Systems ÖPNV der Fokus auf der Optimierung aller Anschlüsse und weniger auf kurzen Fahrzeiten in den Hauptrelationen liegt, könnte es vielleicht sein, daß dann der Entschluß gefaßt wird, die Bahnen dort aufeinander warten zu lassen. Oder auch nicht...

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