Re: Geschichte der Linie 31

#1 von Joachim , 23.06.2009 01:47

Es ist ziemlich schwierig, den ÖPNV Tuniberg - Freiburg, also die Vorläufer der 31 und alles rechts und links davon, zu beschreiben. Ich versuche es trotzdem. Ich freue mich über alle Hinweise. Wer berichtigen oder ergänzen kann, nur zu!

DANKE !

 
Joachim
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#2 von Joachim , 23.06.2009 22:49

Die spätere(n) Buslinie(n) wurde(n) auch von der früher gebauten Eisenbahn beeinflusst. Daher im Folgenden ein kurzer Rückblick.

Nachdem Freiburg von der Eisenbahn erreicht wurde, wuchs in Freiburg und Breisach der Wunsch, beide Städte mit einer weiteren Eisenbahn zu verbinden und diese nach Colmar weiterzuführen. Die Bahn wurde nicht von der Badischen Staatseisenbahn geplant und gebaut, sondern gemeinsam von den Städten Freiburg und Breisach. Es waren zunächst vier mögliche Trassen im Gespräch:

1. Freiburg – Schallstadt – Mengen – Munzingen – Oberrimsingen – Breisach
2. Freiburg – Haslach – Umkirch – Gottenheim – Wasenweiler – Ihringen – Breisach
3. Freiburg – Betzenhausen – Lehen – Umkirch – Gottenheim . Wasenweiler – Ihringen – Breisach
4. Freiburg – Hugstetten – Buchheim – Neuershausen – Oberschaffhausen – Bötzingen – Wasenweiler – Ihringen – Breisach

Da viele Orte glaubten, sie müssten unbedingt an der Strecke liegen, gab es lebhafte Diskussionen. Im Jahr 1862 trafen die Bauherren die Entscheidung, die Strecke auf möglichst kurzem Weg über Hugstetten zu führen. Am 14.09.1871 wurde die Eisenbahn Freiburg - Hugstetten - Gottenheim - Ihringen - Breisach eröffnet.

Am 17.09.1871 berichtete davon auf Seite 1 die Freiburger Zeitung:
Freiburg, den 16. Sept. Die Eröffnung der Breisacher Bahn gieng in feierlichster Weise von Statten. Nachdem der Festzug den hiesigen Bahnhof verlassen hatte, hielt er zunächst an der Station Hugstetten an, wo der Lehrer und Bürgermeister Ansprachen an Se. Königl. Hoheit den Großherzog hielten. In Gottenheim, der ersten Station im Breisacher Amtsbezirke erwartete Herr Oberamtmann Schindler als Amtsvorstand die Festtheilnehmer, während der dortige Bürgermeister eine Begrüßungsansprache hielt, und die Schuljugend, mit kleinen Fähnchen ausgestattet, ihrem Jubel Ausdruck gab. Der Anblick dieser Knabenschar entlockte dem Herrn General v. Glümer die Bemerkung, daß sie einem Schwarm jugendlicher Ulanen gleiche, eine treffende Bemerkung, welche allseitige Anerkennung fand. In Ihringen begrüßten Pfarrer und Bürgermeister die Ankommenden, sowie die Feuerwehr von Rothweil, welche zu diesem Zwecke herübergekommen war. Und, wie es den Ihringern nicht anders ansteht, so kredenzten Ehrenjungfrauen köstlichen weißen und rothen Ihringer Edelwein an sämmtliche Festtheilnehmer. In Breisach wurden die letzteren durch eine Abordnung der Behörde, mit Glockengeläute, Böllerschüssen u. s. w. begrüßt. Auch hier warteten Festjungfrauen ihres Ehrendienstes. Der Großherzog begab sich sofort zu Fuß nach dem Münster und Schloßplatz und besuchte alsdann den Hrn. Oberamtmann Schindler in seiner Wohnung. Die Stadt war festlich beflaggt und geschmückt und war überall die Freude über das endliche Gelingen des langersehnten Werkes sichtbar. Um 1 1/2 Uhr wurde die Rückfahrt angetreten, mittels welcher der Festzug nach 2 Uhr hier anlangte. Sofort vereinigte ein Festessen im Zähringer Hof die Festtheilnehmer, und auch Se. Königl. Hoheit der Großherzog geruhte in huldvollster Weise, an demselben Theil zu nehmen. Nach 7 Uhr begann die Festvorstellung im Stadttheater, welches zugleich mit dieser Vorstellung seine Saison eröffnete. Seine Königl. Hoheit hatte die Gewogenheit, der Vorstellung bis zu Ende anzuwohnen. Diesen Morgen in aller Frühe verließ der Großherzog unsere Stadt, um nach der Mainau zurückzukehren.

Am 15.09.1871 wurde mit vier Hin- und Rückfahrten täglich der reguläre Betrieb aufgenommen.

Die Bahn wurde von der Badischen Staatseisenbahn gekauft und am 05.01.1878 ins (damals deutsche) Colmar verlängert.

Für mehrere Orte am Tuniberg gab es die Möglichkeit, die Eisenbahn in Nachbarorten zu erreichen. Von Umirch wanderte man zu Fuß nach Hugstetten, von Waltershofen nach Gottenheim und von Merdingen und Gündlingen nach Ihringen. Später, nach Einrichtung einer weiteren Station, auch von Merdingen nach Wasenweiler.

Berichtigungen und Ergänzungen sind willkommen.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#3 von Joachim , 04.07.2009 19:19

In einigen Orten am Tuniberg war man enttäuscht. Die Badische Hauptbahn war, entgegen ursprünglichen Planungen, weder relativ geradlinig am westlichen Tuniberg vorbei geführt, noch östlich über Waltershofen, Opfingen, Tiengen, Munzingen und Biengen. Stattdessen wurde die Hauptbahn in einer aufwändigen Kurve über die Städte Emmendingen und Freiburg geführt.

Beim Bau der Freiburg - Breisacher Bahn waren wieder viele Ortew nicht zum "Zug" gekommen, die sich mit der Eisenbahn den Anschluss an den Fortschritt und an den wirtschaftlichen Aufschwung erhofft hatten.

Nach 1890 wurde wieder geplant, Orte am Tuniberg durch eine Eisenbahn mit der Moderne zu verbinden. Es gab verschiedene Ideen: Opfingen wollte eine Bahnverbindung nach Freiburg. Eine andere Planung betraf eine Linie von Freiburg über Haslach und den Mundenhof nach Umkirch, Waltershofen, Sankt Nikolaus, Opfingen, Tiengen nach Munzingen. Die Gemeinden Merdingen, Rimsingen, Munzingen, Tiengen und Opfingen gründeten 1899 ein Komitee, dass die Linienführung Gottenheim - Merdingen - Rimsingen - Munzingen - Tiengen - Opfingen - Haslach oder Sankt Georgen - Freiburg propagierte und bereits das notwendige Gelände bereitstellte. Schon aus finanziellen Gründen und endgültig mit dem Weltkrieg 1914 - 1918 lösten sich die entsprechenden Träume der Gemeinden in Nichts auf.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#4 von Joachim , 04.07.2009 19:31

Inzwischen war das Automobil erfunden. Joseph Schmitt, der Wirt des Gasthauses Adler in Umkirch hatte eine Idee. Im August 1906 wollte er von der Pumpenfabrik Lederle an der Lehener Straße in Freiburg einen Omnibus bauen lassen und mit diesem eine regelmäßige Verkehrsverbindung für Personen zwischen Freiburg und Umkirch anbieten.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#5 von Joachim , 04.07.2009 19:43

Am 03.02.1905 schreibt Hermann Boetsch, Freiburg, Guntramstraße 33, im Auftrag der „Tuniberg-Motorwagengesellschaft“ an den Freiburger Stadtrat mit der Bitte, ab 01.05.1905 für den Motorwagenbetrieb auf der Strecke Freiburg (Warteck an der Ecke Lehener und Hugstetter Straße) – Betzenhausen – Lehen – Umkirch – Waltershofen – Opfingen – Tiengen – Sankt Georgen – Freiburg (Schillerplatz, heute Johanneskirchplatz) und zurück drei Haltestellen zu genehmigen. Die Haltestellen auf Freiburger Gemarkung sollten entstehen:
1. am Warteck
2. Ecke Basler Straße / Kronenstraße
3. Schillerplatz
Einmal täglich, morgens zwischen 2:45 und 6:00 Uhr, sollte ein Wagen die Stadt vom Stühlinger zum Schillerplatz über die Wilhelmstraße durchfahren.

Am 16.02.1905 schlägt das Tiefbauamt dem Stadtrat vor, die drei Haltestellen zu genehmigen. Offenbar befürchtete aber die Direktion der Straßenbahn die Konkurrenz und setzte in ihrer Stellungnahme voraus, „daß keine Fahrscheine für eine Haltestelle zur anderen in Freiburg selbst ausgegeben werden, sondern daß die in Freiburg zur Ausgabe gelangenden billigsten Fahrscheine bis Betzenhausen einerseits, bis St. Georgen andererseits lauten“.

Am 24.02.1905 beschließt der Stadtrat, der Genehmigung der Haltestellen „versuchsweise auf jederzeitigen Widerruf“ auszusprechen. Dabei ersucht der Stadtrat die Tuniberg-Motorwagengesellschaft, die Mitglieder der Gesellschaft zu nennen. Die Gesellschaft läßt sich Zeit.

Am 01.06.1906 wird der Betrieb aufgenommen, allerdings nur zwischen Freiburg-Stühlinger und Umkirch. Es gibt täglich vier Hin- und Rückfahrten. Der Winterfahrplan 1906/07:

http://alt-freiburg.de/bus01b.htm[attachment=0]19060000_Winterfahrplan.jpg[/attachment]
ab Hotel Tannhäuser, Lehener Straße 09:00 13:00 15:30 19:00
ab Betzenhausen, Straßenkreuzung 09:10 13:10 15:40 19:10
ab Lehen, Schulhaus 09:15 13:15 15:45 19:15
an Umkirch 09:30 13:30 16:00 19:30

ab Umkirch 10:00 14:00 16:30 20:00
ab Lehen, Schulhaus 10:15 14:15 16:45 20:15
ab Betzenhausen, Straßenkreuzung 10:20 14:20 16:50 20:20
an 10:30 14:30 17:00 20:30

Der Fahrpreis Betzenhausen – Lehen beträgt 10 Pfennig, Freiburg – Betzenhausen 20 Pfennig, Freiburg – Lehen 30 Pfennig, Betzenhausen – Umkirch ebenfalls 30 Pfennig, Freiburg – Umkirch 50 Pfennig.

Am 14.03.1907 bittet die Motoren- und Pumpenfabrik Lederle den Freiburger Stadtrat, ihr als Unternehmer des Motorwagenbetriebs Freiburg – Umkirch einen Zuschuss zur Deckung der Betriebskosten zu gewähren. Man hatte bisher nur einen Omnibus, der Betrieb konnte „aber trotzdem und trotz des vielen Frostes und Schnees im Winter“, „abgesehen von einigen wenigen Tagen“ offen gehalten werden. Die Gesellschaft habe gegenüber anderen Motorwagenverbindungen den Vorteil, daß sie selbst die Motorwagen herstellt und regelmäßig nachsieht, wodurch ein Nötigwerden von Reparaturen fast ganz vermieden werden kann. Wenn dennoch kleine Schäden auftreten, könnten sie sofort und schnell behoben werden. Es werde daneben ein zweiter Wagen hergestellt, um die Betriebssicherheit weiter zu erhöhen. Der Wagen würde bald fertiggestellt. Man plane außerdem bereits Verbindungen nach Todtnau und ins Hexental.

Am 20.03.1907 stimmt der Stadtrat einem Beitrag der Stadt zu.
Vorausgesetzt wird ein Ergebnisbericht und die Fertigstellung des zweiten Wagens.

Am 03.04.1907 schreibt Firma Lederle den Bericht. Demnach wurden wie folgt Personen befördert:
09.1906 2222
10.1906 2448
11.1906 1990
12.1906 1655
01.1907 1821
02.1907 1459
03.1907 2056, gesamt also 13651 Personen.
Fahrscheine wurden wie folgt verkauft:
50 Pfennig 4098
30 Pennig 3001
20 Pfennig 6089
10 Pfennig 463, insgesamt also für 4213,40 Mark.
Zusätzlich wurden bei Sonderfahrten 122,10 eingenommen, wodurch die Gesamteinnahmen 4335,50 erreichten.
Demgegenüber wurde an Betriebskosten, für kleine Reparaturen und Motorhaltung, Gummibereifung etc. 4712,66 ausgegeben.
Die Einnahmen reichten also nicht aus und man erwirtschaftete in den sieben Monaten einen Verlust von 377,16. Man erwarte man eine stärkere Benützung der Verbindung. Außerdem würde sich durch die Einstellung des zweiten Wagen und die Erweiterung des Fahrplans um zwei Fahrten sowie an Sonntagen die Rentabilität steigern.

Am 10.04.1907 beschließt der Stadtrat, für 1907 einen städtischen Zuschuß von 300 Mark zu gewähren, zahlbar ab 01.04.1907. Voraussetzung dafür sei die Inbetriebnahme des zweiten Wagens.

Am 21.04.1907 zahlt die Gemeinde Umkirch einen Zuschuss von 100 Mark.

Firma Lederle antwortet, dass die Inbetriebnahme des zweiten Wagen am 01.05.1907 erfolgen kann.

Am 03.08.1907 schreibt Firma Lederle an den Stadtrrat, dass der zweite Wagen seit dem 10.05. in Betrieb sei, der Netrag von 300 Mark aber noch nicht angewiesen wurde.

Am 05.08.1907 beschließt der Stadtrat, dass 225 Mark angewiesen werden.

Am 11.01.1908 bittet die Firma Lederle den Stadtrat, für 1908 wieder eine Subvention von 300 Mark zu gewähren.

Am 15.02.1908 bittet die Firma Lederle, doch einen höheren Betrag zuzuschießen, und zwar in der gleichen Höhe wie für die Verbindung Freiburg – Todtnau gezahlt werde. Die Betriebskosten seien bedeutend. Das sei auch daraus ersichtlich, daß allerorts eingerichtete Verbindungen wieder eingingen. Durch die Eingemeindung von Betzenhausen, das bisher keine Zuschüsse zahlte, sei eine Erhöhung des Beitrags der Stadt auf 700 Mark gerechtfertigt. Die Verbindung Freiburg – Umkirch müsse schon deshalb bestehen bleiben, da mit der Kaiserlichen Postverwaltung ein Vertrag abgeschlossen wurde, bis zum 01.07.1909 die Post zu befördern. Wenn die Motorwagenverbindung nicht aufrecht erhalten werden könne, müsse die Post- und Personenbeförderung einem Pferdefuhrhalter übergeben werden. Es sei bereits ein Fuhrhalter daran interessiert, sofern die Zuschüsse weiter gezahlt würden. Man könne auch im Sommer mit Pferdefuhrwerken, bei kühler Jahreszeit durch Omnibus befördern.

Am 19.02.1908 beschließt der Stadtrat, für 1908 400 Mark zu bewilligen.

Am 11.03.1908 beschließt der Stadtrat, dass der Beitrag von 400 Mark nur für den Motorwagenbetrieb bewilligt wird.

Am 04.04.1908 schreibt Firma Lederle an den Stadtrat, dass der Betrieb ab 01.05.1908 eingestellt wird. Die Kosten seien zu hoch, der bewährte Chauffeur tritt aus und die Einnahmen gehen zurück.

Am 15.04.1908 beschließt der Stadtrat, dass für 1908 anteilig 133,33 Mark ausbezahlt werden.

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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#6 von Joachim , 04.07.2009 20:06

Der Betrieb der Tuniberg-Motorwagengesellschat war Geschichte. Trotzdem suchten immer mehr Menschen um den Tuniberg nach einer Verkehrsverbindung Richtung Freiburg. Die Neue Automobil Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Berlin zeigte Interesse, die Tuniberg-Gemeinden mit Freiburg zu verbinden.

Am 26.06.1909 fand in Opfingen ein Treffen der Bürgermeister rund um den Tuniberg statt. Das Angebot der Neuen Automobil Gesellschaft wurde aber nicht akzeptiert.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#7 von Joachim , 04.07.2009 20:08

Am 31.05.1910 teilt das Großherzogliche Bezirksamt Freiburg dem Landwirt Franz Josef Wangler in Umkirch mit, daß gegen die Einrichtung einer regelmäßigen Motorwagenverbindung Freiburg – Betzenhausen – Lehen – Umkirch keine Einwände bestehen. Die Wagen müssten aber vor der Inbetriebnahme eine polizeiliche Zulassung zum Verkehr erhalten. Der Fahrplan sei vorzulegen und die Höhe der Fahrtaxe anzugeben. Außerdem dürfe innerhalb der geschlossenen Orte Freiburg, Betzenhausen, Lehen und Umkirch gemäß § 18 der Verordnung des Bundesrats vom 03.02.1910 die Fahrgeschwindigkeit von 15 Kilometern in der Stunde nicht überschritten werden.

Am 31.05.1910 bekommt der Landwirt Franz Joseph Wangler aus Umkirch die Erlaubnis, die Linie zu betreiben.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#8 von Joachim , 05.07.2009 21:03

Am 01.08.1920 schreibt der Lokalverein Freiburg-Betzenhausen der Stadtverwaltung, daß eine Beratung mit Vertretern von Lehen, Opfingen, Tiengen, Munzingen und Niederrimsingen stattgefunden habe. Man fordere die Einrichtung einer staatlichen Linie Freiburg – Tuniberg. Die Stadtverwaltung möge die Sache energisch in die Hand nehmen.

Am 06.08.1920 bittet der Stadtrat das Bezirksamt, dem zuständigen Ministerium die Entscheidung über die Einrichtung einer staatlichen Linie zu unterbreiten.

Am 16.08.1920 teilt das Bezirksamt dem Stadtrat mit, daß in der Sache bereits mit der Eisenbahn-Generaldirektion Karlsruhe verhandelt wurde, allerdings ohne Ergebnisse. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse könnten derzeit nur ganz dringende Vorhaben umgesetzt werden.

Am 21.12.1920 teilt das Verkehrs- und Nachrichtenamt Freiburg dem Stadtrat mit, dass man eine Verbindung Freiburg – Betzenhausen – Lehen – Umkirch – Waltershofen - St. Nikolaus – Opfingen – Tiengen (eventuell – Munzingen – Mengen) – zum Bahnhof Schallstadt oder zum Bahnhof St. Georgen favorisiere. Der Stadtrat möge die Eisenbahngeneraldirektion um die beschleunigte Einrichtung der Tuniberg-Autolinie bitten.

Am 30.12.1920 teilt der Stadtrat dem Lokalverein Betzenhausen mit, dass laut den Verfügungen der Eisenbahnverwaltung alle Schritte vollständig aussichtslos seien.

Also wieder keine Hoffnung auf eine Verbindung zwischen Tuniberg und Freiburg ...

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#9 von Joachim , 05.07.2009 21:50

Am 04.02.1921 schreibt die Gesellschaft „Autoverkehr Tuniberg“, vertreten durch August Riedlinger, Goethestraße 36, an den Stadtrat. Die Gesellschaft bestehe aus dem seit Jahrzehnten in Freiburg ansässigen Autobesitzer Heinrich Dresmann, Runzstraße 14, und ihm selbst, dem während 5 ¾ Jahren als Geschäftsführer des Kommunalverbandes Freiburg-Land tätig gewesenen Riedlinger. Es habe am 19.01. in der Tanne in Opfingen eine Besprechung gegeben. Man habe die Herstellung von zwei Linien geplant. Die Linie I solle von Freiburg nach Oberrimsingen verkehren, die Linie II von Freiburg über Betzenhausen, Lehen, Umkirch, Waltershofen nach St. Nikolaus, alsbald weiter nach Opfingen. Man bitte den Stadtrat, zunächst die Linie I mit 15000 Mark zu unterstützen.

Am 27.01.1921 hatte Autoverkehr Tuniberg den betroffenen Bürgermeisterämtern bereits Details mitgeteilt:
1) Die Linie I verkehrt Freiburg (Baslerstraße an der Johanneskirche oder Garten-/Rempartstraße bei der Handelsschule am Holzmarktplatz) – Uffhausen – St. Georgen Ort (vorerst, bis zur Einführung der Linie II, hier rechts ab und entlang der Abdeckerei nach Opfingen) – Tiengen – Munzingen – Hausen an der Möhlin – Oberrimsingen.
2) Es finden regelmäßig zwei Doppelfahrten statt. 6:30 ab Oberrimsingen, 7:45 an Freiburg. 11:00 ab Freiburg, 12:00 an Oberrimsingen. 15:45 ab Oberrimsingen, 17:00 an Freiburg. 18:00 ab Freiburg, 19:00 an Oberrimsingen.
3) Verwendet wird ein geschlossener Omnibus mit 19 Sitz- und 10 Stehplätzen.
4) Der Fahrpreis beträgt bei Einzelfahrscheinen 50 Pfennig pro Kilometer, bei Fahrscheinheften 40 Pfennig pro Kilometer. Die Kosten lägen bei 233,35 Mark pro Fahrt von Oberrimsingen nach Freiburg und zurück.

Am 09.03.1921 schreibt das Postamt Freiburg an den Stadtrat. Die Autoverkehr Tuniberg G.m.b.H. wolle die Postbeförderung auf zwei Kraftwagenlinien übernehmen. Noch im März sollten die Fahrten aufgenommen werden. Man bitte um Auskunft, wie der Stand der Dinge sei.

Am 14.03.1921 schreibt die Autoverkehr Tuniberg erneut an den Stadtrat. Die Linie II solle verkehren von Freiburg Hauptbahnhof – Eschholzstraße – Betzenhausen Bären und Krone – Lehen – Rieselgut Mundenhof (Abzweig an der Bildeiche) – Umkirch – Waltershofen – St. Nikolaus – Opfingen. Dafür bitte man um einen weiteren Zuschuss von 15000 Mark.

Am 14.03.1921 schreibt das Verkehrsamt an den Stadtrat, dass es empfiehlt, die Linie I zu bezuschussen, wenn sichergestellt sei, dass die Linie II durchgeführt wird. Die Linie müsse mindestens ein Jahr lang betrieben werden. Bei Liquidierung der Linie(n) müsse die Stadt im Verhältnis ihres Beitrages am Liquidierungsvermögen teilhaben, entsprechend gemindert im zweiten und dritten Jahr.

Am 18.03.1921 schreibt Autoverkehr Tuniberg an den Stadtrat eine Einladung zur Eröffnungsfahrt am 22.03.

Am 21.03.1921 schreibt die Direktion des städtischen Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn (hier fortan Straßenbahndirektion genannt), an das Tiefbauamt, dass sie Zweifel an der Rentabilität habe. Sie befürworte aber den Zuschuss, um das Interesse der Stadt am Verkehr mit den Tuniberggemeinden darzuegen.

22.03.1921 Eröffnungsfahrt um 15:00 ab Handelsschule, über St. Georgen, Tiengen, Opfingen, Tiengen, Munzingen, Oberrimsingen nach Niederrimsingen und zurück. Auf dem Rückweg wir in der Tanne in Opfingen ein gemütliches Beisammensein abgehalten.

23.03.1921 Beginn des fahrplanmäßigen Verkehrs.

Am 29.03.1921 schreibt die Stadt an den Stadtrat, dass sie den geforderten Zuschuss ablehne, da das Privatunternehmen unsicher sei.

Am 04.04.1921 teilt der Stadtrat der Autoverkehr-Tuniberg mit, dass die Stadt sich nicht finanziell am Unternehmen beteiligen könne.

Am 04.04.1921 teilt der Stadtrat dem Postamt mit, dass zur Zuverlässigkeit der Autoverkehr-Tuniberg nichts mitgeteilt werden könne.

Am 28.04.1921 schreibt der Lokalverein Betzenhausen an den Kreisausschuss Freiburg, dass die Stadt keine Unterstützung an die Autoverkehr-Tuniberg, Geschäftsführer Dresmann zahlt. Dies bringe das Unternehmen in Schwierigkeiten. Dabei sei die Linie I bereits in Betrieb und werde stark frequentiert. Die Linie II solle Mitte Mai eröffnet werden. Für das seit 01.01.1908 nach Freiburg eingemeindete Betzenhausen sei dies ein schwerer Schlag.

Am 28.04.1921 schreibt der Lokalverein Betzenhausen an den Stadtrat, dass Betzenhausen sich von der Stadt schlecht behandelt fühle. Dabei sei die Unterstützung der Autolinie von mehreren Seiten befürwortet worden.

Am 23.05.1921 schreibt das Verkehrsamt an die Straßenbahndirektion, dass der Betrieb der Linie I kostendeckend läuft. Nach sechswöchigem Vollbetrieb wolle die Postverwaltung dem Unternehmen die Beförderung der Postsachen übergeben. Seit Pfingsten sei die Linie II in Betrieb. Sie verkehrt von Freiburg über Betzenhausen – Lehen – Umkirch – Waltershofen nach Opfingen. Man bitte nochmal, die Linien zu bezuschussen.

Neuer Fahrplan vom 01.06.1921 an. Fahrtstrecke:
Freiburg-Hauptbahnhof
Freiburg-Eschholzstr. Zähringer Burg
Betzenhausen „Krone“
Lehen „Bierhäusle“
Mundenhof
Umkirch „Adler“
Waltershofen „Post“
St. Nikolaus „“
Opfingen „Rathaus“
Tiengen „Anker“
Munzingen
Oberrimsingen Rathaus
Niederrimsingen Rathaus

Am 08.06.1921 schreibt die Straßenbahndirektion an den Stadtrat, dass laut Mitteilung des Verkehrs- und Nachrichtenamtes die Linie I über St. Georgen am 01.06.1921 eingestellt worden sei. Nun verkehre die Linie folgermaßen: Freiburg – Betzenhausen – Lehen – Umkirch – Waltershofen – St. Nikolaus – Opfingen Tiengen – Munzingen – Oberrimsingen – Niederrimsingen und zurück. Man schlage einen Beitrag der Stadt zu dieser Linie von 7000 bis 10000 Mark vor.

Am 13.06.1921 beschließt der Stadtrat, der Autoverkehr-Tuniberg 5000 Mark zu bewilligen. Bedingung sei, dass an der Bildeiche hinter Lehen eine Bedarfshaltestelle eingerichtet wird für den Verkehr nach und vom Rieselgut.

Am 20.06.1921 schreibt der Lokalverein Betzenhausen dem Stadtrat, dass Freiburg im Vergleich zu den Gemeinden am Tuniberg viel zu wenig derm Unternehmen zahle. Der Wagen ist oft überfüllt oder kann viele Fahrlustige nicht mitnehmen.

28.06.1921. Kraftwagenverkehr Tuniberg hat seinen Sitz jetzt in der Runzstraße 14 und schreibt an den Stadtrat. Man bedankt sich für die Bewilligung der 5000 Mark, könne aber nicht mit dem Geld auskommen. Die Bedarfshaltestelle für das Rieselgut bestehe bereits seit Eröffnung der Strecke Freiburg – Umkirch und weiter. Falls Änderungswünsche an dem Fahrplan ab 01.06. bestünden, möge man sie mitteilen.

Am 02.07.1921 teilt das Verkehrsamt dem Stadtrat mit, dass es wegen einer Erhöhung des städtischen Beitrages noch nichts sagen kann.

Am 06.09.1921 schreibt der Lokalverein Betzenhausen dem Stadtrat. Hätte die Stadt eine Straßenbahn nach Betzenhausen und Lehen gebaut, gäbe es die Probleme nicht. Hätte die Stadt die Autolinie Freiburg – Tuniberg selbst in Betrieb genommen, ebenfalls nicht. Die Wagen sind meistens voll besetzt oder überfüllt. Weiterhin wünsche man Änderungen des Fahrplans und fordere die Inbetriebnahme eines Anhängewagens.

Am 15.09.1921 schreibt das Verkehrsamt an den Stadtrat. Der Lokalverein habe Recht. Die Stadt solle bei der Oberpostdirektion (OPD) Konstanz beantragen, dass die Reichspost die Tuniberg-Linie übernimmt.

Am 21.09.1921 beschließt der Stadtrat, bei der OPD zu beantragen, dass die Post die Linie übernimmt. Der Verkehr sei so hoch, dass ein Anhängwagen erforderlich sei. Der jetzige Unternehmer wolle den aber nur anschaffen, wenn die Stadt einen Beitrag leistet. Er selbst sei nicht in der Lage, ihn anzuschaffen. Außerdem schreibt der Stadtrat an die Autoverkehr-Tuniberg, man möge den Fahrplan entsprechend den Wünschen aus Betzenhausen und Lehen ändern.

Am 30.09.1921 antwortet die Autoverkehr-Tuniberg dem Stadtrat, der kommende Winterfahrplan würde entsprechend geändert.

Am 07.10.1921 antwortet die OPD dem Stadtrat. Die Angelegenheit werde überprüft.

Am 30.10.1921 bittet die Aztomobilverkehr-Tuniberg den Stadtrat um Zahlung des am 13.06. zugesagten Betrages von 5000 Mark.

Am 02.12.1921 bedankt sich die Autoverkehr-Tuniberg beim Stadtrat für die Zahlung des Beitrags. Allerdings sei der Preis für Benzol seit Oktober auf das Fünffache gestiegen. Wenn kein preiswerteres Benzol erhältlich sei, sei der Weiterbetrieb des Personenverkehrs unmöglich. Während eine Kohlenhandlung und eine Ziegelei verbilligtes Benzol vom städtischen Gaswerk erhielten, müsse die Autoverkehr-Tuniberg den hohen Preis bezahlen. Die Fahrten seien nun eingeschränkt worden. Das Gaswerk möge ab sofort 1000 kg Benzol pro Monat liefern.

Am 02.12.1921 schreibt der Lokalverein Betzenhausen an den Stadtrat. Es sei dem Unternehmen nicht möglich, 24 und mehr Mark für einen Liter Benzol zu zahlen. Seit acht Tagen stocke der Betrieb der Linie vollständig. Bei diesen Preisen wolle das Unternehmen nur noch um 8:00 ab Oberrimsingen und um 16:00 ab Freiburg fahren. Die Stadt möge einen weiteren Beitrag leisten. Littenweiler habe längst eine Straßenbahn, obwohl Betzenhausen der Stadt viel mehr gegeben habe als Littenweiler.

Am 10.12.1921 schreibt die Direktion der städtischen Gas- und Wasserwerke dem Stadtrat, man müsse zuerst die alten Kunden bedienen. Sie habe trotzdem von der Autoverkehr-Tuniberg ein Fass zur Füllung angenommen. Man könne aber keine Preisvorteile gewähren, wenn dere Unterschiedsbetrag nicht von der Stadt übernommen würde.

Am 27.02.1922 schreibt die Direktion der städtischen Gas- und Wasserwerke an Autoverkehr-Tuniberg, sie möge die Rechnungen bezahlen. Es gelte stets der aktuelle Preis. Die Autoverkehr-Tuniberg möchte nicht so unverschämt sein wie in ihrem Schreiben vom 16.02.

Am 28.02.1922 schreibt das Verkehrsamt an den Stadtrat, Herr Dresmann beabsichtige, demnächst den Betrieb der Linie einzustellen. Die Postverwaltung solle veranlasst werden, die Linie zu betreiben.

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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#10 von Joachim , 06.07.2009 22:42

Am 03.03.1622 schreibt der Stadtrat an die Oberpostdirektion Konstanz und drängt auf Übernahme der Linie.

Am 02.08.1922 schreibt das Postamt Freiburg dem Stadtrat, dass am 18.07. ein Schreiben mit Fragebogen an die Gemeinden gerichtet wurde. Die Stadt Freiburg möge auch einen Fragebogen ausfüllen.

Am 06.11.1922 teilt das Postamt Freiburg dem Bürgermeisteramt Freiburg mit, dass die Kosten so gestiegen seien, dass enorme Zuschüsse zum Betrieb der Linie nötig würden. Das Reichspostministerium werde in der Sache entscheiden.

Am 17.06.1923 teilt das Postamt Freiburg dem Stadtrat mit, dass die OPD Konstanz beabsichtige, dem Reichspostministerium vorzuschlagen, eine Phänomobillinie nach den Gemeinden am Tuniberg einzurichten. Dabei handelt es sich um einen Dreiradkraftwagen mit Limusinen-Aufbau für einen Führer und fünf Fahrgäste. Als Strecke sei vorgesehen Freiburg – Haslach – Opfingen – Tiengen – Mengen – Munzingen – Oberrimsingen – Niederrimsingen – Merdingen und zurück. Man bitte um Auskunft, ob Freiburg einen Betriebskostenausfall von jährlich 2000000 Mark übernehmen werde.

Am 20.07.1923 teilte das Verkehrsamt dem Stadtrat mit, man sei gegen das Phänomobil, da es eher der Postbeförderung diene. Eine Gepäckmitnahme sei ausgeschlossen. Auch sei man dagegen, dass die Post ihr Defizit auf die Gemeinden abwälzen wolle.

Am 04.07.1923 schreibt der Ortsverein Betzenhausen an das Verkehrsamt. Die derzeit gültigen Postautofahrpreise seien viel zu hoch. Außerdem führe die beabsichtigte Linie nicht über Betzenhausen. Ein Fahrzeug mit fünf Sitzplätzen könnte oft niemand mehr mitnehmen. Es führe auch nur morgens einmal zum Tuniberg und abends einmal zurück.

Am 25.07.1923 schreibt der Stadtrat an das Postamt, man sehe nur beschränkte Verwendungsmöglichkeiten für eine Phänomobillinie und könne der Anregung nicht nähertreten.


Am 04.06.1924 schreibt das Verkehrsamt an den Stadtrat, die Postverwaltung sei mit den bestehenden Autolinien schwer belastet und denke derzeit nicht daran, das Netz auszudehnen.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#11 von Joachim , 06.07.2009 22:46

Am 06.08.1925 schreibt der Bezirksverband Freiburg an den Stadtrat. Es bestünden gute Aussichten für eine Linie Freiburg – Lehen – Umkirch – Waltershofen – Opfingen – Tiengen – Munzingen – Oberrimsingen – Niederrimsingen. Die Betriebsausfallkosten von 5000 Mark seien von den beteiligten Gemeinden zu tragen. Der Verkehr würde spätestens nach sechs Monaten eingestellt, wenn die Linie nicht lebensfähig sei. Die Entscheidung sei dringend, damit nicht vorher eine Linie Breisach – Oberrimsingen – Krozingen ensteht und damit die Mittel nicht mehr verfügbar sind.

Am 17.08.1925 schreibt die Straßenbahndirektion dem Stadtrat. Sie befürwortet eine Übernahme von 2500 Mark jährlich. Da die Linie selten führe und dann voll sei, befürchte man auch keine Konkurrenz zur geplanten städtischen Linie nach Betzenhausen.

Am 01.09.1925 beschließt der Stadtrat, eine jährliche Ausfallgarantie von 2500 Mark für die geplante Linie zu übernehmen. Er benachrichtigt das Bezirksamt.


Am 09.04.1926 schreibt das Bezirksamt an den Stadtrat. Die Kraftverkehr GmbH wollte beschränkten Kraftverkehr nach dem Tuniberg durchführen ohne Garantie der Gemeinden. Sie durfte aber die Postbeförderung nicht mitbesorgen und kam zur Erkenntnis, dass sie nicht auf ihre Kosten käme. Das Bezirksamt ist nun wieder an die OPD Konstanz herangetreten.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#12 von Joachim , 06.07.2009 22:48

Am 08.07.1926 schreibt Gustav Giese aus Tiengen an das Bürgermeisteramt Freiburg. Er will eine täglich zweimal verkehrende Kraftwagenlinie Oberrimsingen – Munzingen – Tiengen – Opfingen – St. Georgen – Freiburg herstellen. Er fragt an, ob die Stadtgemeinde Freiburg Unterstützung gewährleisten könne.

Am 11.07.1926 schreibt der Stadtrat an Herrn Giese, dass das Bezirksamt schon seit längerer Zeit mit der OPD verhandele. Herr Giese solle sich an das Bezirksamt wenden, das seinerseits mit allen beteiligten Gemeinden verhandeln könne.

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#13 von Joachim , 06.07.2009 22:55

Am 17.08.1926 schreibt die Straßenbahndirektion an den Stadtrat, dass sie die Übernahme der von der Post verlangten Garsntiesumme befürworte.


Am 07.09.1926 beschließt der Stadtrat die Übernahme der Ausfallgarantie von circa 2000 RM je Betriebsjahr für die Linie Freiburg – Haslach – Opfingen – Tiengen – Munzingen – Abzweig Hausen – Oberrimsingen – Niederrimsingen. Das teilt er dem Badischen Bezirksamt mit. Die Post verlangt außerdem,die Bereitstellung eines Wagenschuppens in Oberrimsingen.

Am 22.10.1926 teilt die OPD Konstanz dem Bezirksamt Freiburg mit, dass sie beim Reichspostministerium die Genehmigung der Linie beantragen will. Der Fahrplan ist wie folgt geplant:
07:00 18:00 0 Freiburg 09:20 20:20
07:10 18:10 3 Freiburg-Haslach 09:10 20:10
07:25 18:25 11 Opfingen 08:55 19:55
07:35 18:35 13 Tiengen 08:45 19:45
07:45 18:45 15 Munzingen 08:35 19:35
07:55 18:55 17 Abzweigung Hausen 08:25 19:25
08:05 19:05 19 Ober-/Niederrimsingen 08:15 19:15

Die Gemeinden stellen unentgeldlich einen feuersicheren, verschließbaren Wagenschuppen für 1 Kraftomnibus in Oberrimsingen zur Verfügung, der mit elektrischem Licht, Heizung und Wasserzuführung ausgestattet ist. Nach Feststellung, die nach drei Monaten Probezeit möglich ist, dass der Betrieb weitergeführt werden kann, ist ein ordentlicher Schuppen für 2 Omnibusse nach Angaben und Zeichnungen der OPD in Oberrimsingen von allen beteiligten Gemeinden zu stellen.

Am 25.11.1926 fragt der Stadtrat beim Bezirksamt, wie hoch die Kosten für den Wagenschuppen wären.


Am 12.01.1927 teilt das Bezirksamt dem OB mit, dass das Reichspostministerium neuerdings Garantieleistungen in beliebiger Höhe verlangt. Die Stadt solle erklären, dass sie damit nicht einverstanden sei.

Am 28.01.1927 teilt der Stadtrat dem Bezirksamt mit, dass die Stadt auf die neuen Forderungen des Reichspostministeriums nicht eingehen könne.


Am 23.03.1927 schreibt das Postamt an den Stadtrat, dass am 01.04.1927 die Kraftpost Freiburg – Oberrimsingen mit vorerst einer täglichen Fahrt in Betrieb genommen wird. Fahrplan:
13:00 0 ab Freiburg Bahnhof an 07:35
13:15 3 „ Freiburg-Haslach ab 07:25
13:30 12 „ Opfingen „ 07:10
13:40 14 „ Tiengen „ 07:00
13:48 16 „ Munzingen Post „ 06:50
13:50 16 „ Munzingen Krone „ 06:48
13:55 17 „ Hausen Abzweigung „ 06:40
14:05 19 an Oberrimsingen „ 06:30

Am 25.03.1927 schreibt das Badische Wasser- und Straßenbauamt an den OB. Ab 01.04. sei die Kraftpostlinie Freiburg – Oberrimsingen in Betrieb. Fragt an, ob die Stadt die Straßen vor Eröffnung des Betriebes in Stand setzen und während des Betriebes in Stand halten kann.

Am 04.04.1927 schreibt das Tiefbauamt dem Stadtrat, dass alle Straßen in Ordnung seien, außer der Opfinger Straße von der Rampe bis zur Gemarkungsgrenze. Die Strecke sollte eigentlich 1928 gewalzt werden, wird aber wegen der neuen Linie nun bereits 1927 gewalzt.

Am 20.08.1927 schreibt das Postamt an das Bezirksamt, dass in den Monaten April bis Juni die Einnahmen etwas höher als die Selbstkosten waren. Im Juli waren die Selbstkosten nicht ganz gedeckt. Vorerst werden die Gemeindezuschüsse nicht in Anspruch genommen.

Am 26.06.1928 schreibt das Postamt an das Bezirksamt, dass die Selbstkosten im ersten Betriebsjahr gerade gedeckt worden seien.

Am 14.11.1928 schreibt das Postamt an das Bezirksamt, dass keine Gewährleistung der Gemeinden erforderlich sei.

1929 wird der Kraftverkehrsverein Tuniberg gegründet. 1929 waren in Umkirch 109 Familienvorstände Mitglied.

Am 13.12.1929 schreibt das Postamt an das Bezirksamt, dass die Einnahmen zurück gegangen seien. Grund sei die Abwanderung von Fahrgästen auf die Privatkraftwagenlinien Freiburg – Bremgarten sowie Freiburg – Waltershofen – Merdingen, die nicht genehmigt ist, sowie Krozingen – Breisach. Bei weiter ungünstiger Entwicklung müssten die Gemeinden zur Deckung des Betriebsausfalls herangezogen werden.

Am 19.12.1929 schreibt das Bezirksamt an die betreffenden Landgemeinden, dass die Linie zu wenig benutzt würde.

Am 08.01.1930 schreibt die Straßenbahndirektion an das Verkehrsamt, dass die Mindereinnahmen der Post nicht an den privaten Linien lägen, denn überall seien Verkehrsrückgänge zu verzeichnen.

Am 30.01.1930 schreibt das Verkehrsamt an den OB, man solle vorerst nicht reagieren, sondern die Entwicklung abwarten.

Am 25.02.1930 schreibt die OPD an den Stadtrat, Die Abrechnung vom 01.04.1929 bis 31.01.1930 ergab bei einer Kilometerleistung von 17784 Kilometern einen Betriebsausfall von 1035,36 RM. Die Einnahmen fallen auch deshalb geringer aus, weil die Postsachenbeförderung seit 16.08.1929 durch die Landkraftpostverbindung Freiburg – Oberrimsingen erfolgt.

Am 14.03.1930 schreibt die Straßenbahndirektion über den OB ans Verkehrsamt. Für Merdingen wird Hilfe befürwortet. Der Postbetrieb ist teurer und weniger beweglich als der Betrieb der privaten Unternehmen. Die Gemeinden ziehen den privaten Betrieb vor, der die Verkehrsbedürfnisse besser befriedigt, ohne dass – wie bei der Reichspost – Garantien verlangt werden. Die Stadt habe ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Kraftwagenlinien die Verbindung zwischen den Gemeinden und der Stadt herstellen.

Am 19.04.1930 beschließt der Stadtrat, beim Finanzministerium in Karlsruhe für eine Genehmigung der Kraftfahrlinie des Hermann Münch einzutreten.
[attachment=0]19311004_Rimsingen_Winterfahrplan.jpg[/attachment]

 
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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#14 von Joachim , 06.07.2009 23:04

Eine Meldung der Freiburger Zeitung am 13.11.1928:
Autobusverbindung Tuniberg-Freiburg.
m. Vom Tuniberg, 12. Nov. Am Sonntag wurde in einem bekränzten Autobus für die von Reichspost und Eisenbahn verkehrstechnisch stiefmütterlich behandelten Gemeinden Merdingen, Waltershofen und Umkirch von privater Seite eine Verbindung eröffnet. Die Fahrten sollen vornehmlich die Arbeiter der genannten Gemeinden zu ihrer Arbeitsstelle in der Amtsstadt bringen und sie abends wieder zurückführen. Diese willkommene Fahrgelegenheit wird ohne Zweifel freudig und zahlreich benützt werden.


Am 29.11.1928 berichtete die Freiburger Zeitung über eine Reise von Freiburg nach Umkirch:
Freiburg – Umkirch – Waltershofen – Merdingen
Eine neue Autolinie

Die Postkutsche ist nicht aus der Welt verschwunden, sie kommt wieder. Die gute alte Landstraße, die für uns alle etwas Mütterliches hat, erhält ihre alte Bedeutung zurück. Das ist der Eisenbahn nicht recht. Auch die freundlichen ehemaligen Posthöfe, die gänzlich eingeschlafen waren, machen wieder auf. „Nur“ die Pferde kehren mit der neuen Postkutsche nicht wieder und sie rumpelt auch nicht mehr, daß einem Hören und Sehen vergeht, sie läuft jetzt auf Gummirädern und wesentlich eiliger. Aber das ist uns angenehm.

Das Netz der Kraftwagenlinien verdichtet sich immer mehr. Kaum ist eine Linie eingeweiht, folgt eine weitere. Bedürfnisse und Autos gibt es ja genug. Die jüngste der Linien ist heute noch die über Umkirch nach Waltershofen und Merdingen. Ein Privatunternehmer aus Waltershofen hat den Versuch gewagt, der ihm von Glück sein soll.

Man braucht nicht gerade einen der genannten Orte zum Ziel zu haben, der Weg genügt, sich zur Fahrt zu entschließen, denn er ist schön und nur Wenige kennen ihn. Der graue Wagen mit der Linienumschrift auf rotem Band und bequemen Ledersitzen fährt vom Hause des Verkehrsamtes aus durch die Friedrichstraße – Breisacherstraße – Lehenerstraße. In flottem Tempo gewinnt er die Ebene. Ein Autobus der Linie Freiburg – Betzenhausen flitzt an uns vorbei. Drüben der Schönberg, geradeaus der Kaiserstuhl. Die Wolkenschranke führt an ihm vorbei. Marineblau ist sein Höhenriß und wie deutlich hebt sich sein Kamm ab. Weiter draußen die Vogesen, schwefelgelb ein Streifen drüber. Die Erde duftet nach Regen. Wieweit die Stadt sich nach der Ebene vorschiebt! Den Flankenvorstößen der Haslacher Kolonie und der Kliniken wird ein Vortragen der Mitte folgen. Bald wird der Stühlinger die große Neustadt Freiburgs sein.

Schon ist Betzenhausen da, noch ein freundliches Dorf mit den ersten Zeichen zur Angliederung an die Stadt. Die Neubauten beweisen das. Vorläufig behält die Storchenfamilie auf dem Kirchturm noch ihr Nest und auch die große Linde soll stehen bleiben. Nicht zu vergessen der Mooswald, der bis dicht heran reicht.

Ein paar Äcker und wir sind in Lehen. Wenn man sich ein wenig bückt, kann man im Vorüberfahren die Ammonshörner an den Hausgiebeln sehen. Dies alles hier ist alter Meeresboden und das Lehenerbergle nichts anderes als ein Massengrab von Seetieren. Haben wir nicht alle einst als Schüler an Samstagnachmittagen aus dem Lehm des Berges glückstrahlend Versteinerungen ausgegraben und sie später gegen Briefmarken umgetauscht und diese wieder gegen Zigaretten?

Gleich fahren wir über die Dreisam. Zur Abwechslung ist sie einmal nicht versteinert. Wie sie ihre Wogen wirft, wichtig tut, schnurgerade davonfließt mit ihrer Schokoladenbrühe nach dem Rhein! Einen Augenblick nur, schon umgibt uns Wald. Ein wenig dürr ist er, schützt kaum die Baumschule rechts der Straße. Aber allmählich wird er doch richtiger Wald mit Unterholz. Ausgebleichte Gräser und „Weihröhrle“ geben dem Grund den Ton. Näher rückt der Kaiserstuhl, noch schöner marineblau und höher wirkt er nun. Dann ein Bach zur Linken, ein Kreuz mit Tannen, Stege über den Bach nach den ersten Häusern, Enten und Gänse in eifriger, uns nicht wörtlich verständlicher Unterhaltung. Umkirch. Vor dem Wirtshause wie erwartet, hält der Wagen. Ein Vorhängchen geht zurück. Um Neugierige nicht zu enttäuschen, muß „wer“ hier aussteigen. Geben wir ein Beispiel in dieser an Tugend armen Zeit. Weiter rollt der Wagen an Feld vorbei, durch Wald dem Tuniberg entlang. Wir besichtigen Umkirch, einen freundlichen Ort der Ebene. Er ist nur klein, aber wieviel Lokalfarbe, wieviel ländliche Stimmung ist ihm eigen. Ein kerniger Hof wird wohl zum Schloß gehören, er macht einen gepflegten, herrschaftlichen Eindruck. Das Schloß ist ganz entzückend ins Wild der Landschaft eingefügt, hat diese Klarheit des Empire, südliche Heiterkeit, ist in den Proportionen so glücklich ausgewogen. Das ist kein Grandhotelkasten. Intim und edel lächelnd wirkt der Rosaanstrich. Neben den Freitreppen und den beiden mächtigen Säulen müssen sommers in großen Kübeln die blauen Titusköpfe der Hortensie blühen, Grantbäumchen und Oleander. Im Angesicht der Straßenfront bauen sich die Schwarzwaldberge auf. Zum genießerischen Betrachten die richtige Entfernung. Schnee liegt bis tief herab an den schattigen Hängen und schwarze Wolken versprechen noch mehr, wenn die Südwinde ihn nicht zum Regen verwandeln.

Hinter dem Schloß träumt der Schloßteich mit „dem“ Boot. Eine Orangerie und Gärtnerhäuschen scheinen zwischen alten Parkbäumen durch. Das Schloß ist zu, alle Läden sind geschlossen. Durch das Glas der Eingangshalle wird die Treppe sichtbar deren Geländer orientalische Teppiche verkleiden. Wo ein Absatz beginnt, steht eine edle, japanische Vase mit blauem Dekor auf Weiß. Wind fegt über die Ebene, der Schneeluft mit sich führt. Er berichtet von einem Winteranfang nicht weit von uns. Aber was tut das im Jahrhundert der Autopostkutsche, die so bequem die Städter aufs Land und den Bauern in die Stadt bringt? - Es lebe der Verkehr.
F. Sch.


Es werden damals verschiedene Verkehrsvereine gegründet. Münch fährt nun für den Verkehrs-Verein Waltershofen (Stand 25.05.1929). Die einfache Strecke beträgt 12 Kilometer. Es werden 4 Fahrten in jede Richtung täglich durchgeführt, samstags 5 Fahrten. Das ergibt eine monatliche Kilometerleistung von 3000 Kilometern. Der Fahrpreis pro Kilometer beträgt 7,5 Pfennige, Eine einfache Fahrt kostet 0,90 RM, eine Hin- und Rückfahrt 1,50 RM. Wochenkarten kosten 3,50 RM, Schülerkarten 2,50 RM. Das Fahrzeug ist ein Chevrolet-Omnibus für 24 Personen, Kennzeichen IVB-14457

Am 14.06.1929 wurde die Linie Freiburg – Waltershofen trotz Einspruch der Reichspost für zwei Jahre genehmigt. Es werden Personen und Waren befördert. Der Wagen fährt täglich 3 bis 4 mal.

[attachment=1]19290514_Fahrschein.jpg[/attachment]

Am 10.02.1930 schreibt die Polizeidirektion Freiburg an das Bürgermeisteramt Merdingen. Der Innenminister habe dem Hermann Münch in Waltershofen trotz wiederholter Prüfung die Genehmigung zur privaten Kraftfahrlinie Merdingen – Freiburg verweigert. Münch habe den widerrechtlich aufgenommenen Betrieb einzustellen. Ihm wird der Termin der Einstellung noch mitgeteilt. Am 18.02. wird die Angelegenheit bei der Bürgermeisterversammlung zur Sprache gebracht.

Am 10.02.1930 Bezirksamt gebietet Einstellung.

Am 19.03.1930 schreibt der Gemeinderat Merdingen an den Stadtrat Freiburg. Seit November 1928 fährt Hermann Münch auf Veranlassung der Bürger von Umkirch, Merdingen und Waltershofen einen regelmäßigen Kraftwagenverkehr für Personenbeförderung zuerst von Waltershofen – Umkirch nach Freiburg, und von Mai 1929 an von Merdingen. Alle Bemühungen der in Frage kommenden Gemeinden und des inzwischen gegründeten „Kraftverkehrsvereins Tuniberg“ an das Badische Finanzministerium waren vergebens. Die Linie wurde bisher geduldet, soll aber eingestellt werden. Der Gemeinderat bittet den Freiburger Stadtrat um Hilfe.

Am 16.06.1930 erhält Münch eine befristete Genehmigung bis November 1933. Ab 01.12.1933 soll der Betrieb entschädigungslos auf die Postverwaltung übergehen.


Am 25.10.1930 schreibt die Straßenbahndirektion an den OB, dass Münch angebe, die Angaben im Leserbrief vom 05.10. seien unrichtig. Er halte in Betzenhausen und Lehen, wenn ein Fahrgast von oder nach Lehen sich bemerkbar mache.

[attachment=0]19330515_Münch_Fahrplan.jpg[/attachment]

Am 09.02.1934 schreibt der Badische Finanz- und Wirtschaftsminister an die OPD. Er stimmt der Inbetriebnahme der Kraftpostlinie Merdingen – Freiburg ab 01.04.1934 zu. Vom OB muss die Einrichtung der Haltepunkte Freiburg-Betzenhausen (Bären) und Freiburg Eschholzstr./Lehener Str. bejaht werden, die mit den Haltepunkten der städtischen Kraftwagenlinie Hohenzollernplatz – Betzenhausen (Bären) zusammenfallen.

Am 20.05.1934 schreibt die Straßenbahndirektion an das Postamt, dass sie die Errichtung der beiden Haltestellen ablehnt, da dort Konkurrent entstünde.

Am 24.02.1934 schreibt die OPD an den OB, dass an beiden Haltestellen der Unternehmer Münch bisher schon gehalten habe. Man verzichte auf den Nahverkehr zwischen Hauptbahnhof und Betzenhausen Bären.

Am 05.03.1934 schreibt die Straßenbahndirektion an den OB, dass die Haltestellen unter diesen Umständen akzeptiert würden.

Am 01.04.1934 ist die Kraftpost Freiburg – Merdingen eingerichtet.

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RE: Re: Geschichte der Linie 31

#15 von Joachim , 06.07.2009 23:06

Am 20.08.1928 wurde die Linie Freiburg – Waltershofen für zwei Jahre genehmigt. Befördert wurden Personen und Waren, nur samstags findet eine Fahrt statt.

 
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