Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#1 von Edgar , 14.10.2007 23:59

Trotz zahlreicher Anfragen bzgl. der Dringlichkeit der "Stadtbahn St. Georgen" - darunter beim OB, Herrn Salomon - wird auch in der aktuellen "AMTSBLATT"-Ausgabe v. 13.10.2007 kein Wort darüber verloren ...

Statt dessen ist dort zu lesen (Auszüge):

Volle Kraft voraus für drei neue Stadtbahnen

Für alle Projekte sind Anträge auf Zuschüsse aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gestellt oder in Vorbereitung. In dieser Hinsicht ist Eile geboten: Die derzeitige Förderung läuft 2019 aus, schon 2013 fällt voraussichtlich die Zweckbindung der Bundesmittel für ÖPNV-Projekte weg. Ohne die Zuschüsse wird aber zumindest keine der Neubaustrecken zu finanzieren sein.


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Stadtbahn ausbauen nutzt Klima und Gesundheit

Alle laufenden Stadtbahnplanungen und Förderanträge müssen deshalb mit Nachdruck bis zur Umsetzungsreife und bis zum endgültigen Genehmigungsbescheid vorangetrieben werden. Denn nur für die nahe Zukunft sind die Fördermittel von Bund und Land für den ÖPNV-Ausbau gesichert. Noch kommen von dort bis zu 80 % Zuschüsse, und lediglich den Rest müssen Stadt bzw. VAG selbst beisteuern. Wie lange das noch so bleibt, ist sehr fraglich. Dass die Drittmittel aber spätestens ab 2013 deutlich weniger werden, ist schon jetzt sicher. Je später wir handeln, desto höher wird der städtische Finanzierungsanteil
ausfallen!
Deshalb gilt es jetzt bei allen Ausbauplanungen kräftig Gas zu geben, statt sich zur Unzeit in unnötigen Prioritätendebatten zu verkämpfen.


CDU:
Vorfahrt für Zähringen

Planung aller drei Linien notwendig
Sandler spricht sich jedoch für die gleichzeitige Planung aller drei Stadtbahnprojekte aus, um noch in die aktuelle GVFG Finanzierung zu kommen. Wie berichtet, wird diese vermutlich ab 2019 schlechtere Konditionen für die Kommunen bieten.


FDP:
Traumtänzerei bei Stadtbahnlinien

Welches Projekt als nächstes tatsächlich angegangen wird, muss sich ausschließlich an den Kriterien von Wirtschaftlichkeit und Nutzen für die Bürger orientieren.


Quelle: (http://www.freiburg.de/servlet/P...gabe465.pdf)

Es ist eine Minute vor 12 ...

 
Edgar
Beiträge: 537
Registriert am: 19.07.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#2 von Edgar , 16.10.2007 13:06

"All Morgen ist ganz frisch und neu"[/size] (Johannes Zwick, 1496-1542)

Da kommt Freude auf, denn offensichtlich bewegt sich etwas in Sachen "Stadtbahn St. Georgen" ("Südschiene"):


Optimistisch stimmender Text 1

Optimistisch stimmender Text 2


E d g a r




Aus den "Losungen" der Herrenhuter Brüdergemeine v. Donnerstag, 11.10.2007 :
Gott ist mit dir in allem, was du tust. 1.Mose 21,22
Jeder von uns lebe so, dass er seinem Nächsten gefalle zum Guten und zur Erbauung. Römer 15,2


[size=92](Diese bietet "Google" in seinem kostenlosen "Desktop" an = ähnlich dem "Info-Cockpit" v. "T-Online".)

 
Edgar
Beiträge: 537
Registriert am: 19.07.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#3 von Steve Grötzebauch , 18.10.2007 00:23

Also, die Texte sind faszinierend. Wer hat die Studie in Auftrag gegeben?

 
Steve Grötzebauch
Beiträge: 214
Registriert am: 12.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#4 von Edgar , 18.10.2007 14:36

(Hatte schon 'befürchtet', dass Du Dich im sonnigen Süden aufhalten könntest, um dort Deinen wohlverdienten Urlaub zu verbringen ... )


Da die Dokumente "Verkehrsentwicklungsplan Freiburg im Breisgau - Entwurf" als

"Maßnahmenkonzeption Anlage 5-1" sowie
"Maßnahmenkonzept Anlage 6-2"

betitelt sind, gehe ich davon aus, dass dieses sehr gute, aufwändige und für den Stadtteil St. Georgen vielversprechende Gutachten der Firma "R + T" von der Stadt Freiburg in Auftrag gegeben wurde und dem Gemeiderat - oder vorab zumindest dem Verkehrsausschuß - als "Vorlage" dient.


Da kann man sagen, was man will, aber die Veröffentlichung dieser doch (bzgl. der z. Zt. 'angeregten' Diskussionen um die Stadtbahnverlängerungen) 'brisanten' Studie im Internet ist für mich ein Beispiel für s[/size] "transparente Politik" und "Bürgernähe" !


E d g a r


Zum Titel ("Glückspilz"):
In der aktuellen "AMTSBLATT" Ausgabe veröffentlichte die "Fraktion Unabhängige Listen Freiburg" auf der Seite "Aus den Fraktionen" die Internetadresse für ihr demokratisches "Forum". Dieses wird offensichtlich ebensowenig 'angenommen', wie eigentlich fast alle "Foren", so z. B. auch das des "u-BV Freiburg". Dies ist sehr bedauerlich, denn wer hat schon den Mut, sich auf eine solche Plattform für die Bürgerinnen und Bürger zu wagen, um deren Meinungen zu erfahren und in die politische Diskussion mit einzubringen oder an deren (sachlichen! und somit konstruktiven) Kritik zu wachsen ? Insofern ist der "Fahrgastbeirat der VAG" ein "Glückspilz" !

[size=84]Tipp: Nachdem ich (endlich) herausgefunden habe, wie es 'technisch machbar' ist, habe ich auch auf dieser Seite mehrere 'Hyperlinks' eingebaut: Durch Anklicken der entsprechenden Textpassagen/Worte/Begriffe gelangt man direkt auf die dort angesprochenen Seiten! ABER BITTE NACH DEM BESUCH JENER SEITEN UNEDINGT AUF DIESE HIER ZURÜCKKEHREN !!! DANKE !!!

 
Edgar
Beiträge: 537
Registriert am: 19.07.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#5 von Steve Grötzebauch , 18.10.2007 17:29

Zur Stadtbahn Zähringen: Ich stimme Dir voll zu. Der Nutzen ist sehr fraglich!
Aber: Ohne Stadtbahn Zähringen keine Stadtbahn Gundelfingen! Die wiederum ist wichtig!!!!!!!

Bei der Stadtbahn St.Georgen ist eigentlich nur das Problem: Wenn Du die Vaubanlinie verlängerst, verlängerst Du gleichzeitig die Fahrzeit zur Stadtmitte!

In dem Schreiben wird von einem Abzweig beim Pressehaus gesprochen. Das fände ich die beste Lösung, am Besten mit einer guten Kombi von Bus und Stadtbahn von der Munzingerstr. bis nach St.Georgen.

Die Stadtbahn Messe halte ich für die Wichtigste, weil:

- dort 3 Areale bebaut werden mit Wohnungen und Kleingewerbe. (Brielmann, Hüttinger etc.)
- dort schon viele Arbeitsplätze vorhanden sind!
- dort Uniklinikum und Mensa sind mit entsprechend vielen Studenten.
- man besser das Industriegebiet erschliessen kann. (Mehr Fahrgäste)

Bei Messen etc. wird kein Sonderverkehr mehr notwendig, da 1 Stadtbahn 2 Gelenkbusse ersetzt. Durch diesen Vorteil von angenehmer Reisezeit gibt es mehr Fahrgäste.

Die Liste der Vorteile ist lang.

Die Stadtbahn Messe muss realisiert werden.
Dann St. Georgen und sofort direkt bis nach Gundelfingen!!!!!!

Steve

 
Steve Grötzebauch
Beiträge: 214
Registriert am: 12.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#6 von trabbi , 25.10.2007 13:04

ich muss steve mal recht geben!!!

Er hat volle unterstützung

trabbi  
trabbi
Besucher
Beiträge: 4
Registriert am: 14.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#7 von Edgar , 25.10.2007 15:04

Ihr zwei seid echt takt-los ... Ihr mit eurer "Messelinie" ...

St. Georgen ist der einzige Stadtteil, durch den bislang noch keine Straßenbahn fährt, weshalb - neben dem Umstand des umsteigen müssens - selbst bei einem bestmöglichen 'Busshuttle' zwischen "Innsbrucker-" und "Munzinger Straße" immer (!) Wartezeiten auftreten werden, da die Taktfolge der Busse stets eine andere sein wird als die einer Straßenbahn, was zwangsläufig dazu führt, dass immer mehr Fahrgäste 'abspringen' und aus Gründen der Zeitersparnis lieber das Auto nehmen. (Ich möchte nicht wissen, wie viele St. Georgener Fahrgäste die VAG hierdurch bereits verloren hat.)

Ohne Witz: Ich kenne eine Mutter, die 'hinten' in St. Georgen wohnt und jeden Morgen ihre Kinder (5. und 7. Klasse) mit dem Auto in die Stadt zur Schule fährt und am Mittag wieder abholt, weil sie den Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln "viel zu lang" findet, und "schon gehört hat", dass die Schüler oft mit ihren schweren Schultaschen allein an der "Innsbrucker Straße" so lange auf den Anschlußbus warten müssen, wie sie mit dem Auto in die Stadt benötigt ...

 
Edgar
Beiträge: 537
Registriert am: 19.07.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#8 von Steve Grötzebauch , 25.10.2007 16:09

Gib mir ein paar Mililonen, und ich baue Dir die Stadtbahn.

Die Stadtbahn St. Georgen hat die höchste Prioität. Zähringen wird meines Erachtens nicht viel Neues erschließen.

ich habe ein neues Bauprojekt:
Messe-->HBF-->Rotteckring-->Pressehaus--St.Georgen
plus Verlängerung Innsbrucker--> St.Georgen

 
Steve Grötzebauch
Beiträge: 214
Registriert am: 12.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#9 von freiburger , 25.10.2007 19:35

hey,muß mal sagen das die messe nicht so wichtig ist weil mit dem bus läuft es so gut!!!!undwenn eine messe linie dann aber bitte auch bin zu ikea!!und nicht nur bis zur messe weil da bringt es nicht so viel!! das ist meine meinung!!!und ich finde ST:GEORGEN besser als die messe !!!!!

freiburger  
freiburger
Besucher
Beiträge: 10
Registriert am: 19.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#10 von Steve Grötzebauch , 29.10.2007 23:17

Jetzt aber mal was ganz Grundsätzliches!!!!

Welche Varianten für St.Georgen bevorzugst Du, freiburger?

Steve

 
Steve Grötzebauch
Beiträge: 214
Registriert am: 12.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#11 von der gast des tages , 12.11.2007 20:20

ich finde das die Strab nach St.Georgen nicht sein muss. Ihr seit nich so arm dran wie ihr denkt. Es gibt den Haltepunkt der DB wo auch die BSB hält, ihr habt 2 Buslinien.
Das es so lang bis in die Innenstadt dauer liegt an der ungünstigen Straßenplanung in Freiburg. Warscheinlich würden sich Buslinien die direkter zu euch fahren nicht lohnen und es würden leere Strabs fahren.

Is meine Meinung.

der gast des tages  
der gast des tages
Besucher
Beiträge: 4
Registriert am: 14.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#12 von nuer , 03.01.2008 15:39

Was mir an der Stadtbahn St. Georgen zu bedenken gibt: es ist schwierig St. Georgen mit nur einer Linie zu erschließen und das macht die Sache nicht billiger!

nuer  
nuer
Besucher
Beiträge: 4
Registriert am: 14.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#13 von Lessmann_Daniel , 14.01.2008 15:16

Zitat von Edgar
(...) St. Georgen ist der einzige Stadtteil, durch den bislang noch keine Straßenbahn fährt, (...)


Es gibt noch viel mehr Stadtteile ohne Stadtbahn: Mooswald, Ebnet, Kappel, Hochdorf, Waltershofen, Opfingen, Tiengen und Munzingen. Auch Lehen, Littenweiler, Neuburg und Herdern werden - wie St. Georgen - nur am Rande tangiert.

Das ändert allerdings nichts daran, daß ich die Stadtbahn St. Georgen für besonders wichtig halte. Noch nicht erwähnt wurde hier die Stadtbahn Littenweiler, welche von der Lassbergstr. zum Bahnhof Littenweiler (der seit der Entfernung des zweiten Gleises genaugenommen nur noch ein Haltepunkt ist...) und ab dort auf der Tunneldecke der B 31 bis kurz vor'm "Kappeler Knoten" fahren soll. Diese würde erstens endlich den - insbesondere mit Gepäck usw. - unzumutbaren Übergang von der Höllentalbahn auf die Stadtbahn sehr erleichtern und es gäbe zweitens von Osten her einen g'scheiten P+R-Platz.

Ich zweifle aber daran, ob es so sinnvoll ist, die einzelnen Projekte gegeneinander auszuspielen. Unsinnige Projekte sollten allerdings beerdigt werden (wie die Messelinie - den Messeverkehr könnte man auch auf der Eisenbahn abwickeln, wenn die auf den St. Nimmerleinstag verschobene Kurve Klinikum - Messe, auf der mal die Elztalbahn fahren soll). Das gilt erst recht für kontraproduktive Strecken wie die Innenstadtumfahrung über den Rotteckring.

Also, um es deutlich zu machen hier meine Prioritätenliste:
1. St. Georgen
2. Littenweiler
3. Gundelfingen
4. Hochdorf (über Landwasser)
5. Umkirch

Aufgrund des unterschiedlichen Stands der Planung sollten allerdings zuerst Littenweiler und Gundelfingen in Angriff genommen werden, auch wenn St. Georgen vermutlich am wichtigsten wäre. Langfristig (wenn endlich das verf[...]te Öl zur Neige geht, sich kaum einer mehr das Autofahren leisten kann und in der Politik gezwungenermaßen ein - schon seit den 1970er Jahren überfälliges - Umdenken stattfindet...) wären auch Verlängerungen über Tiengen - Munzingen - Hartheim - Gewerbepark Breisgau bis Heitersheim, Vörstetten - Emmendingen - Teningen nach Nimburg (Hp), durchs Hexental (Untertunnelung von Wittnau) bis Bad Krozingen sowie über Zarten nach Stegen denkbar. Das erscheint zwar heute noch völlig utopisch, doch in zehn oder zwanzig Jahren wird das realistisch.

Abgesehen davon muß man sich nur mal nach Stuttgart umsehen: Zum einen bekommt man da einen Eindruck davon, was mit viel Geld alles möglich ist, zum anderen erkennt man, wo das Geld geblieben ist, das hier fehlt. Ich denke, manch eine der Stuttgarter Stadtbahnstrecken hat mehr gekostet als alle von mir genannten Projekte zusammen! Doch in Stuttgart wurden überwiegend bereits bestehende Strecken nochmal neu gebaut. Und jetzt sollen auch noch mehrere Milliarden für "Stuttgart 21" verschleudert werden, was dazu führen wird, daß aufgrund der zu geringen Kapazität des geplanten Tunnelbahnhofs weitere Zugstreichungen im Regionalverkehr nötig sein werden und auch im Rest vom "Ländle" noch weniger Geld für den ÖPNV bereitgestellt werden wird.

Viele Grüße aus Freiburg-Vauban
Daniel Leßmann

Lessmann_Daniel  
Lessmann_Daniel
Besucher
Beiträge: 21
Registriert am: 14.01.2008


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#14 von nuer , 15.01.2008 22:57

Zitat von Lessmann_Daniel



Ich zweifle aber daran, ob es so sinnvoll ist, die einzelnen Projekte gegeneinander auszuspielen. Unsinnige Projekte sollten allerdings beerdigt werden (wie die Messelinie - den Messeverkehr könnte man auch auf der Eisenbahn abwickeln, wenn die auf den St. Nimmerleinstag verschobene Kurve Klinikum - Messe, auf der mal die Elztalbahn fahren soll). Das gilt erst recht für kontraproduktive Strecken wie die Innenstadtumfahrung über den Rotteckring.

Also, um es deutlich zu machen hier meine Prioritätenliste:
1. St. Georgen
2. Littenweiler
3. Gundelfingen
4. Hochdorf (über Landwasser)
5. Umkirch

Aufgrund des unterschiedlichen Stands der Planung sollten allerdings zuerst Littenweiler und Gundelfingen in Angriff genommen werden, auch wenn St. Georgen vermutlich am wichtigsten wäre. Langfristig (wenn endlich das verf[...]te Öl zur Neige geht, sich kaum einer mehr das Autofahren leisten kann und in der Politik gezwungenermaßen ein - schon seit den 1970er Jahren überfälliges - Umdenken stattfindet...) wären auch Verlängerungen über Tiengen - Munzingen - Hartheim - Gewerbepark Breisgau bis Heitersheim, Vörstetten - Emmendingen - Teningen nach Nimburg (Hp), durchs Hexental (Untertunnelung von Wittnau) bis Bad Krozingen sowie über Zarten nach Stegen denkbar. Das erscheint zwar heute noch völlig utopisch, doch in zehn oder zwanzig Jahren wird das realistisch.

Abgesehen davon muß man sich nur mal nach Stuttgart umsehen: Zum einen bekommt man da einen Eindruck davon, was mit viel Geld alles möglich ist, zum anderen erkennt man, wo das Geld geblieben ist, das hier fehlt. Ich denke, manch eine der Stuttgarter Stadtbahnstrecken hat mehr gekostet als alle von mir genannten Projekte zusammen! Doch in Stuttgart wurden überwiegend bereits bestehende Strecken nochmal neu gebaut. Und jetzt sollen auch noch mehrere Milliarden für "Stuttgart 21" verschleudert werden, was dazu führen wird, daß aufgrund der zu geringen Kapazität des geplanten Tunnelbahnhofs weitere Zugstreichungen im Regionalverkehr nötig sein werden und auch im Rest vom "Ländle" noch weniger Geld für den ÖPNV bereitgestellt werden wird.

Viele Grüße aus Freiburg-Vauban
Daniel Leßmann



Sie den unterschätzten Faktor Öl ins spiel!
Allerdings ist ihr Gedanke über die Bahn zum Rotteckring als unnötig zu Bezeichnen falsch! Warum?
Der Abschnitt Johanneskirche- Bertoldsbrunnen ist völlig überlastet, da gibt es keine Kapazitäten mehr und auf lange Sicht müssen sie sich in ein paar Jahren als "Vaubanbewohner" wohl anfreunden müssen am Stadttheater auszusteigen!

Sie erwähnen Erweiterungen wie "Hochdorf", ich habe mitbekommen das es Ideen gab, wie die Linie in Rieselfeld zum Mundenhof zu verlängern oder diese, die am Ende als unwirtschaftlich eingestuft wurden!

Über die Messelinie lässt sich streiten! Schaut man sich Politik aus dem Rathaus an, wollen die Firmen in den Breisgau locken! Da würde die Messelinie sicherlich Arbeitsplätze schaffen ich seh die Probleme darin das die Bahn nur vor dem Gebiet wendet und nicht hinein fährt!

Noch eine Anmerkung zu anderen Städten!

Stuttgart und co. haben vielleich ein riesiges Netz, aber Freiburg kann sich als einzigste Großstadt damit schmücken, das die Autozulassungen sind gesunken sind!

Ihre Utopie in allen ehren, aber Städte die im Umland liegen anzuschießen das glaube ich nicht.

Ich hoffe sie verstehen mich,wenn ich sage:"In Zeiten klammer Kassen wird es nur noch das "Stadtbahnprogramm" und die "Freiburger Erklärung" realisiert!


Grüße aus Freiburg- Zähringen

nuer

nuer  
nuer
Besucher
Beiträge: 4
Registriert am: 14.06.2007


RE: Stadtbahn St. Georgen - Höchste Eisenbahn ist geboten !!!!!!

#15 von Lessmann_Daniel , 16.01.2008 11:48

Zitat von nuer
Sie den unterschätzten Faktor Öl ins spiel!
Allerdings ist ihr Gedanke über die Bahn zum Rotteckring als unnötig zu Bezeichnen falsch! Warum?
Der Abschnitt Johanneskirche- Bertoldsbrunnen ist völlig überlastet, da gibt es keine Kapazitäten mehr und auf lange Sicht müssen sie sich in ein paar Jahren als "Vaubanbewohner" wohl anfreunden müssen am Stadttheater auszusteigen!



Überlastet? Waren Sie schon mal in Basel oder Zürich? Ich stand vor einigen Jahren mal an einem Samstagnachmittag (!) beim Gleisdreieck zwischen Barfüsserplatz, Bankverein und Theater: Stellen Sie sich vor, bei den wie abends usw. abgestimmten Anschlüssen am Bertoldsbrunnen würden alle Bahnen VOR der Kreuzung warten und dann nacheinander losfahren - und dieses Spiel wiederholte sich alle paar Minuten. So ungefähr ging es dort zu. Im Berufsverkehr muß da noch viel mehr los sein!

Also, von Überlastung kann wirklich keine Rede sein. Problematisch ist lediglich die niveaugleiche Kreuzung mit der B 31 - doch wenn damals der Roßkopftunnel gebaut worden wäre, gäbe es dieses Problem nicht, und diese Straßenbahnstrecke könnte mehr als das Doppelte des heutigen Verkehrs aufnehmen. Eine Wagenfolge von einer Minute wäre ohne bauliche Maßnahmen möglich; bei einer Verlängerung der Bahnsteige am Holzmarkt könnten pro Minute sogar zwei Wagen fahren (oder ein Zweiwagenzug).

In diesem Zusammenhang den Stadttunnel zu fordern wäre allerdings der falsche Weg, denn erstens würde es bis zur Inbetriebnahme des Tunnels so lange dauern, daß bis dahin der Autoverkehr vermutlich ohnehin abebbte, zweitens wäre es sinnvoller das Geld in den ÖPNV statt weiterhin in den Straßenbau zu stecken.

Außerdem genügte einfach eine konsequentere Vorrangschaltung: Wie in Zürich sollte keine Bahn mehr an irgendeiner Kreuzung anhalten oder gar längere Zeit warten müssen. Außer natürlich wenn eine andere Bahn die Kreuzung überquert - doch das haben die VBZ mit entsprechender Berücksichtigung im Fahrplan und der durch genau diese beiden Maßnahmen erreichten sehr hohen Pünktlichkeit gelöst. An manchen Kreuzungen in Freiburg klappt das zwar schon, doch an anderen nicht.

Hilfreich wäre auch ein Taster in der Straßenbahn, mit dem ein Signal gesendet würde, mit dem der Fahrer / die Fahrerin an Haltestellen vor Kreuzungen der Ampelsteuerung mitteilen könnte, daß er / sie in wenigen Sekunden abfahren wolle. Die Auto-Ampel müßte dann im selben Augenblick auf Gelb springen...

Zitat von nuer
Sie erwähnen Erweiterungen wie "Hochdorf", ich habe mitbekommen das es Ideen gab, wie die Linie in Rieselfeld zum Mundenhof zu verlängern oder diese, die am Ende als unwirtschaftlich eingestuft wurden!



Nun, es gibt offizielle Pläne für Stadtbahnstrecken nach Hochdorf (zwei Varianten über Landwasser oder IKEA) sowie nach Umkirch. Die Idee für eine Bahn nach Nimburg stammt ebenfalls nicht von mir, wobei ich aber eine andere Trassenführung ausgearbeitet habe.

Zitat von nuer
Über die Messelinie lässt sich streiten! Schaut man sich Politik aus dem Rathaus an, wollen die Firmen in den Breisgau locken! Da würde die Messelinie sicherlich Arbeitsplätze schaffen ich seh die Probleme darin das die Bahn nur vor dem Gebiet wendet und nicht hinein fährt!



Ach herrje - das Argument mit den Arbeitsplätzen wird doch immer wieder hervorgekramt. In Wirklichkeit geht es um Profite für diejenigen, denen die Firmen gehören. Doch Profite werden meist in Rationalisierungen investiert. Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, es könne noch einmal Vollbeschäftigung geben. Ich will das Thema hier nicht weiter ausführen, da es zu weit führen würde. Wer an einer Vertiefung Interesse hat, informiere sich bitte auf folgenden Internetseiten:
http://www.freigeld.de
http://www.inwo.de
http://www.existenzgeld.de
http://www.grundeinkommen.info
Vorsichtshalber distanziere ich mich allerdings von den Inhalten und mache sie mir nicht zu eigen, da ich darauf keinen Einfluß habe und nicht alles, was dort steht, mit meinen Ansichten übereinstimmen muß.

Ob eine bessere Verkehrsanbindung wirklich "Arbeitsplätze schafft" wage ich zu bezweifeln - diese ist lediglich ein Pluspunkt bei der Standortwahl, verhindert aber weder Automatisierungen noch Produktionsverlagerungen (z.B. nach Südostasien). Der Bau einer neuen Strecke schafft bzw. sichert Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft, bei Schienenfahrzeugherstellern und der VAG - unabhängig davon, wohin sie führt bzw. wie sinnvoll sie ist.

Zitat von nuer
Noch eine Anmerkung zu anderen Städten!

Stuttgart und co. haben vielleich ein riesiges Netz, aber Freiburg kann sich als einzigste Großstadt damit schmücken, das die Autozulassungen sind gesunken sind!



Das war mir zwar nicht bekannt, bestärkt mich aber in meiner Meinung, daß in Stuttgart einfach irre viel Geld verbuddelt und mehr oder weniger zum Fenster hinausgeworfen wurde und immer noch wird. Doch man sieht, welch ein "Luxus" möglich ist, wenn nach dem Motto geplant wird: "Geld spielt keine Rolle!"

Ich fürchte aber, es ging und geht lediglich darum, das wenige für den ÖPNV zur Verfügung gestellte Geld mit möglichst geringem Nutzen zu verprassen, damit die Umsätze der Autoindustrie nicht unter der Attraktivität eines flächendeckend gut ausgebauten Nahverkehrssystems leiden. Schon manches Mal bin ich an Leute geraten, die - wenn ich die Forderung nach einem besseren ÖPNV ausspreche - allen Ernstes mit Sorge um die Arbeitsplätze in der Autoindustrie kontern. Sind Arbeitsplätze denn ein Selbstzweck, und sollen sie auch dann unter allen Umständen erhalten werden, wenn sie der Allgemeinheit keinen Nutzen bringen oder gar schaden? Siehe oben...

Mit den in meinem vorigen Beitrag genannten Beispielen will ich nur zum Ausdruck bringen, daß sowohl das Argument, es sei kein Geld da, als auch die Ansicht, gewisse Pläne seien utopisch, verkehrt sind: Geld ist genug da, es wird nur falsch verteilt. Und es könnte noch viel mehr Geld für den ÖPNV (insbesondere SPNV) zur Verfügung stehen, wenn nicht in den letzten Jahrzehnten immer wieder Senkungen der Steuern für Kapitalgesellschaften und Reiche durchgeführt worden wären - insbesondere der Körperschaftssteuer, des Spitzensteuersatzes der Einkommensteuer (der zwar gerade ein klein wenig erhöht wurde, aber noch weit von den ursprünglich über 60% entfernt ist), der Einführung von Verrechnungsmöglichkeiten bei der Gewerbesteuer, Abschaffung der Vermögenssteuer usw.

Abgesehen davon muß man sich mal vor Augen halten, wieviel Geld allein hier in der Region in den letzten Jahren in den Neu- und Ausbau von Straßen geflossen ist: B 31 Ost, B 31 West, L120, L 125, Madisonallee (ex Berliner Allee), Hermann-Mitsch-Str., Lembergallee (ex Mooswaldallee)... - für die von mir genannten Stadtbahnstrecken hätte ein Bruchteil des dafür verschwendeten Geldes gereicht. Das schon lange versprochene zweite Gleis für die Höllentalbahn und die Endausbaustufe des Konzepts "Breisgau-S-Bahn 2005" hätten ebenfalls schon längst umgesetzt sein können.

Es liegt also ausschließlich am fehlenden Willen oder anders gesagt an falschen Prioritäten. Diese sind offensichtlich u.a die Entlastung der Großkonzerne und derer, denen sie (teils mittelbar über die Banken) gehören sowie der Straßenbau. Das Versprechen, den SPNV ausbauen und den ÖPNV insgesamt verbessern zu wollen, erweist sich als äußerst halbherzig.

Gut, hier in Freiburg ist einiges getan worden - aber das ist viel zu wenig! Und es reicht nicht, nur hier und da etwas zu tun, sondern die Verbesserungen müssen flächendeckend erfolgen. Haben Sie schon mal versucht, mit dem ÖPNV nach Todtmoos-Au oder Lenzkirch-Grünwald zu gelangen? Der Bus nach Todtmoos fährt Mo-Fr zwar mittlereweile immerhin fünfmal (damals dreimal), Sa+So aber immer noch nur dreimal. Und in beiden Fällen mußte ich mich von Todtmoos bzw. der Haltestelle Abzweig Grünwald mit dem Auto abholen lassen. Ist es da ein Wunder, daß selbst viele Leute, die sich für "Ökos" halten, meinen, nicht aufs Auto verzichten zu können? Hier im Stadtteil Vauban beispielsweise haben viele zwar kein eigenes Auto, doch von denen sind fast alle Mitglied im Carsharing-Verein (FAG/CVS).

Zitat von nuer
Ihre Utopie in allen ehren, aber Städte die im Umland liegen anzuschießen das glaube ich nicht.

Ich hoffe sie verstehen mich,wenn ich sage:"In Zeiten klammer Kassen wird es nur noch das "Stadtbahnprogramm" und die "Freiburger Erklärung" realisiert!


Grüße aus Freiburg- Zähringen

nuer



Na, dann schauen Sie mal nach Karlsruhe, Basel, Zürich, Mulhouse, Strasbourg oder auch Stuttgart! Da führen einige - teils neue, teils alte - Stadtbahnstrecken ins Umland. Und sagen Sie nicht, ausgerechnet in Freiburg sei das nicht machbar, obwohl es mittlerweile in (fast?) allen umliegenden Großstädten Realität ist. Wo ein Wille ist, ist auch ein (Schienen-)Weg!

Grüße aus Freiburg-Vauban
Daniel Leßmann

Lessmann_Daniel  
Lessmann_Daniel
Besucher
Beiträge: 21
Registriert am: 14.01.2008


   


Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen